Kooperation zwischen GM und eBay wird beendet

Der US-Autobauer General Motors wird den Verkauf von Neufahrzeugen über das Webportal von eBay nach nur wenigen Wochen wegen Erfolglosigkeit wieder einstellen. Die Absatzzahlen seien in Relation zum Aufwand gering gewesen, heißt es bei GM.

vorlesen Druckansicht 21 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Versuch von General Motors (GM), den Absatz von Fahrzeugen über eine Kooperation mit dem Online-Auktionshaus eBay anzukurbeln, ist gescheitert. "Wir dachten, das Programm würde erfolgreich sein, aber es war wohl nicht der richtige Zeitpunkt", erklärte GM-Verkaufsleiter Mark LaNeve gegenüber dem Wall Street Journal (WSJ). Mehr als 220 kalifornische GM-Vertragshändler hatten Anfang August damit begonnen, Neufahrzeuge aus ihren Beständen über die eBay-Hauptseite sowie spezielle Promotion-Sites wie gm.ebay.com oder chevrolet.ebay.com anzubieten. Die Fahrzeuge wurden dort jedoch nicht meistbietend versteigert, sondern zu "Sofortkauf"-Preisen angeboten. Händler konnten Kunden aber auch die Möglichkeit einräumen, Preisangebote abzugeben.

Zwar hieß es Anfang September von offizieller Seite (PDF-Datei), das eBay-Projekt führe zu einer "signifikanten Erhöhung des Interesses an Chevy-, Buick-, GMC- und Pontiac-Produkten" – mehr Autos haben die Händler deswegen aber nicht abgesetzt. Ein Chevrolet-Händler aus Riverside berichtete dem WSJ, er habe zwar rund 200 Anfragen von eBay-Nutzern erhalten, verkauft habe er letztlich aber nur ein einziges Fahrzeug. Ein Händler aus San Leandro kritisierte, dass viele Kunden lächerlich geringe Angebote für Neufahrzeuge abgegeben hätten. So habe ein Interessent lediglich 2500 Dollar für ein Auto bezahlen wollen, das mit 40.000 Dollar in den Listen stehe. Ganz vom Tisch ist das Online-Verkaufsexperiment aber offenbar noch nicht: Möglichweise probieren wir es im kommenden Jahr noch einmal, sagte LaNeve dem Wall Street Journal. (pmz)