EU-Genehmigung für Millionen-Beihilfe an Infineon und AMD
Die Fördergelder fließen in eine Mitte 2002 geschlossene Allianz von Infineon, AMD und DuPont für die Entwicklung von Belichtungsmasken zur Herstellung von Halbleitern.
Die Halbleiterhersteller Infineon und AMD dürfen für ihr Entwicklungszentrum in Dresden voraussichtlich staatliche Hilfe erhalten. Die EU-Kommission werde am Mittwoch rund 100 Millionen Euro Beihilfen für das Projekt genehmigen, verlautete aus Kommissionskreisen in Brüssel. Die Summe entspräche rund einem Viertel der Investitionskosten von 400 Millionen Euro. Die Finanzspritze sei angemessen, schaffe neue Arbeitsplätze und habe positive Auswirkungen auf die Region, hieß es zur Begründung.
Infineon, AMD und der US-Konzern DuPont wollen in einer Mitte 2002 geschlossenen Allianz Belichtungsmasken zur Herstellung von Halbleitern entwickeln. Das Maskenzentrum wird in unmittelbarer Nähe zu den bereits bestehenden Chipwerken von Infineon und AMD errichtet und soll nach früheren Angaben rund 170 Arbeitsplätze schaffen. Unter dem gleichen Dach will DuPont ein Tochterunternehmen eröffnen, das die Masken in großen Stückzahlen produzieren und vertreiben soll. Dort könnten weitere 200 Menschen einen Job finden. Die Produktion des Werks soll nach den Plänen Ende 2003 starten.
Die EU-Kommission fördert den Chip-Standort Dresden damit schon zum zweiten Mal nach 2002. Im April vergangenen Jahres genehmigten die EU-Wettbewerbshüter für den Ausbau des Chipwerkes von Infineon rund 219 Millionen Euro staatliche Gelder. (dpa) / (jk)