Opel Astra 1.4 Turbo in der Praxis
Fehlende Ablagen und unkomfortables Fahrwerk: Das war die Hauptkritik am alten Astra. Wir haben das neue Modell auf diese Punkte getestet. AuĂźerdem waren wir neugierig auf den 1.4 Turbo mit 140 PS
- sl
Frankfurt, 9. Oktober 2009 – Zur rechten Zeit bringt Opel die zehnte Generation des kompakten Golf-Konkurrenten auf den Markt. Ab 1. Dezember kann er bei den Händlern begutachtet werden. Aber Generation 10? Das gilt nur, wenn man die Ahnenreihe mit einbezieht, aber warum nicht. Erst mit dem Kadett D übrigens starteten die Rüsselsheimer das Dauerduell mit dem Golf, er hatte deswegen mit den Vormodellen nicht mehr viel zu tun. Der Schritt vom Kadett E zum "Astra F" war dagegen kontinuierlicher, als es der neue Name suggeriert. "Kadett" macht sich halt im internationalen Markt eben nicht besonders gut, weswegen die Vauxhall-Schwestermodelle auch nie so hießen. Wie auch immer – diesmal gilt´s besonders: Wenn der Astra ähnlich gut angenommen wird wie der Insignia, könnte er zum eigentlichen Opel-Retter werden. Wir haben ihn ausprobiert.
Neue Größe
Der Astra ist mit satten 4,42 Meter schlagartig um 17 Zentimeter länger geworden und nun deutlich größer als der Platzhirsch VW Golf. Doch wer glaubt, dass Opel damit nun die längste Schräghecklimousine in der unteren Mittelklasse anbietet, der irrt. Neue Autos wie der Mazda 3, der Toyota Prius oder der Honda Insight liegen ebenfalls über der Marke von 4,40 Meter. Mal sehen, ob VW mit dem Golf VII nachzieht. Angesichts veränderter Marktbedingungen kommt das wohl nur infrage, wenn gleichzeitig das Gewicht sinkt. Der neue Opel jedenfalls hat nun etwa sieben Zentimeter mehr Radstand, was den Insassen zugute kommt, aber auch dem Fahrkomfort – nach dem Motto "Länge läuft".
Rundlich und dynamisch
Aus der Sicht des Fahrers wird das Raumgefühl durch die flache, weit nach vorne ausgreifende Frontscheibe und die ebenso flach liegende Mittelkonsole verbessert. Letztere sowie das Armaturenbrett fallen mit rundlichen Formen und dramatischem Schwung auf – hier führen die Designer das Außendesign konsequent fort. Ein Golf ist außen wie innen viel nüchterner, sachlicher, rationaler. Mir gefällt der VW-Stil besser, doch das ist letztlich Geschmackssache. Fakt ist allerdings, dass die C-Säulen beim Astra etwas dick geraten sind, was Straßenschilder und ähnliche Hindernisse beim Einparken leicht mal verschwinden lässt.
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