Lexmark kündigt neue Sparmaßnahmen und Entlassungen an
Mit Einschnitten bei Herstellung und Vertrieb will sich der US-Druckerhersteller weiter konsolidieren. Von den neuen Sparmaßnahmen, die das Quartalsergebnis erheblich belasten, sind über 800 Arbeitsplätze betroffen.
Restrukturierungskosten haben den Gewinn von Druckerhersteller Lexmark im dritten Quartal des Geschäftsjahres um 73 Prozent einbrechen lassen. Dennoch präsentierte das US-Unternehmen ein Ergebnis über den Erwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Umsatz des dritten Jahresabschnitts um 15 Prozent auf 958 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich blieben dem Druckerhersteller am Quartalsende 10 Millionen US-Dollar (0,13 US-Dollar pro Aktie) Gewinn, nach 37 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Das Ergebnis wird durch laufende und geplante weitere Restrukturierungsmaßnahmen belastet. Ohne diese Sonderkosten belaufe sich das Ergebnis auf 0,65 US-Dollar pro Aktie, teilte Lexmark am Dienstag in Lexington (US-Bundesstaat Kentucky) mit. In die Belastungen von insgesamt 0,52 US-Dollar pro Aktie seien neue Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 0,34 US-Dollar pro Aktie eingerechnet. Im Geschäftsjahr seien bisher rund 180 Millionen US-Dollar eingespart worden, erklärte CEO Paul Curlander und kündigte weitere Einschnitte an.
Um allgemeine Kosten zu sparen setzt Lexmark den Rotstift unter anderem bei der Kartuschenherstellung, dem Vertrieb sowie der Verwaltung an. Dafür sollen weltweit 825 Arbeitsplätze vorwiegend in den Bereichen und Vertrieb, aber auch in Verwaltung und Marketing wegfallen. Damit sollen 2010 bis zu 70 Millionen US-Dollar eingespart werden, im darauf folgenden Jahr sollen sich die Spareffekte auf 110 Millionen US-Dollar belaufen.
Wegen der greifenden Umbaumaßnahmen und einer leichten Umsatzerholung im Vergleich zum Vorquartal wagt Lexmark eine positive Prognose für das Schlussquartal. Das Unternehmen rechnet mit einen Gewinn von bis zu 0,60 US-Dollar und liegt damit deutlich über den Erwartungen der Wall Street. Auch die Druckerbranche hat 2009 unter der Wirtschaftsflaute gelitten. In Europa war der Markt im ersten Halbjahr massiv eingebrochen. Die Branche versucht, das wettbewerbsintensive Hardwaregeschäft mit Dienstleistungen zu ergänzen.
(vbr)