Renault will Lada auf die Beine helfen

Unter der Wirtschaftskrise hatte der russische Autokonzern AVTOVAZ besonders zu leiden. Der Lada-Hersteller erhält nun Hilfe von Renault. Unter anderem sollen neue Modelle auf Dacia-Basis entstehen

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Von
  • rhi

Paris (Frankreich), 2. Dezember 2009 – Keine rosigen Zeiten: Unter der Wirtschaftskrise hatte der russische Autobauer AVTOVAZ, hierzulande besser bekannt als Hersteller von Fahrzeugen der Marke Lada, besonders zu leiden. Von Januar bis Juni 2009 konnten nur noch 169.000 Autos abgesetzt werden, im Vorjahreszeitraum waren es 378.000. Als Resultat stieg der Verlust des Unternehmens auf umgerechnet rund 445 Millionen Euro. Nun soll Renault dabei helfen, den russischen Autobauer vor der Pleite bewahren.

Bereits seit 2007 hält Renault einen 25-prozentigen Anteil bei AVTOVAZ. In einem ambitionierten Plan sollen bis zum Jahr 2015 neue Fahrzeuge entwickelt werden und der jährliche Ausstoß des Werks am Lada-Stammsitz Togliatti auf 900.000 Einheiten steigen. Dazu steuert die russische Regierung rund 1,7 Milliarden Euro bei, während Renault knapp 240 Millionen Euro in Form von technischer Unterstützung gibt. So sollen neue Ladas auf der Plattform des Dacia Logan entstehen, außerdem versprachen die Franzosen Hilfe bei der Entwicklung eines neuen Einstiegsmodells, das den Lada 2105 ablösen soll. Der in den Grundzügen aus den 1960er-Jahren stammende 2105 ist in Russland wegen seines günstigen Preises von umgerechnet 3700 Euro beliebt. Auch der 1984 erstmals vorgestellte Samara läuft modifiziert immer noch von den Bändern in Togliatti.

Renault will Lada auf die Beine helfen (19 Bilder)

Das momentane Lada-Spitzenmodell ist der 2170, auch Priora genannt.

Laut Renault sollen es die Vereinbarungen ermöglichen, den Marktanteil in Russland wieder zu erhöhen – nicht nur den von Lada, sondern auch jenen von Renault und Nissan. Die endgültige Unterzeichnung eines Vertrages steht allerdings noch aus, sie ist für März 2010 vorgesehen. (imp)