Zweite Geldspritze für US-Energieforschung

Die US-Forschungsagentur ARPA-E hat erneut 100 Millionen Dollar für visionäre Projekte zur Energieforschung bereitgestellt.

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Die US-Forschungsagentur ARPA-E hat noch einmal 100 Millionen Dollar für visionäre Projekte zur Energieforschung bereitgestellt. In einer ersten Runde hatte die Agentur bereits 151 Millionen Dollar für 37 Projekte zu Energieeffizienz und Energietechnik freigegeben.

Die Agentur nimmt nach eigenen Angaben bis Mitte Januar Konzeptpapiere an zu "Innovativen Materialien und Prozessen" für das Abtrennen und Speichern von Kohlendioxid (Carbon Capture), neuer Batterietechnologie für Elektroautos und der Entwicklung von "Electrofuels" - darunter versteht die Agentur neue Treibstoffe jenseits von Biosprit. Die im September gegründete ARPA-E orientiert sich am Modell der 1958 gegründete Advanced Research Projects Agency (ARPA, seit 1972 DARPA), die unter anderem eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des Internets gespielt hat.

Die Bundesregierung hatte vor einem Jahr bekannt gegeben, dass sie die Entwicklung neuer Batterietechnik für die Elektromobilität bis 2012 mit rund 60 Millionen Euro fördern will. Im Unterschied zu deutschen oder europäischen Förderprogrammen wird bei der ARPA-E jedoch sehr viel mehr Wert auf "riskante Ansätze" gelegt - das mögliche Scheitern von Projekten ist dabei ausdrücklich einkalkuliert. (wst)