DRAM-Hersteller Micron meldet Quartalsgewinn

Steigende Nachfrage und höhere Verkaufspreise bescheren den zuvor von Verlusten gebeutelten Speicherchipherstellern jetzt wieder Gewinne.

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Nach einem desaströsen Geschäftsjahr 2009 mit 1,835 Milliarden US-Dollar Verlust, hat der US-amerikanische DRAM-Chiphersteller Micron in seinem ersten Geschäftsquartal 2010, welches am 3. Dezember endete, wieder einen Nettogewinn von 204 Millionen US-Dollar eingefahren. Sequenziell – also im Vergleich zum Zeitraum Juli bis September – waren die Umsätze um 34 Prozent auf 1,74 Milliarden US-Dollar gestiegen; gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Anstieg 24 Prozent.

Das Umsatzwachstum geht auf steigende Nachfrage nach DRAM-Chips für den Hauptspeicher von PCs und Server zurück, aber auch auf deutlich gestiegene Preise für diese Bauelemente. Durch Umstrukturierungsmaßnahmen, also auch Entlassungen und die Schließung älterer (200-mm-)Fertigungswerke, sowie den Verkauf der CMOS-Bildsensorsparte, hatte Micron aber auch die Kosten gedrückt.

Geld verdient haben im vergangenen Quartal auch die beiden weltweit größten DRAM-Hersteller, nämlich Samsung Semiconductor und Hynix aus Südkorea. Im Jahresvergleich war bei Samsung der Umsatz um 19 Prozent auf 35,87 Billionen Won geklettert, umgerechnet 28,7 Milliarden US-Dollar. Davon blieb ein Nettogewinn von 3,72 Billionen Won (2,98 Milliarden US-Dollar) übrig; DRAM-Chips gehören zum Halbleiterbauelementegeschäft von Samsung, das lediglich 21 Prozent des Umsatzes ausmacht.

Hynix setzte im dritten Quartal 2,05 Billionen Won (1,64 Milliarden US-Dollar) um, 10 Prozent mehr als im gleichen Quartal des Jahres 2008. Damals fielen große Verluste an, jetzt aber ein Gewinn von immerhin rund 200 Millionen US-Dollar. (ciw)