Gemballa MIG-U1: Verwandelter Ferrari Enzo aus Leonberg

Die Firma von Uwe Gemballa hat sich als Porsche-Tuner einen Namen gemacht. Jetzt haben sich die Leonberger zur Abwechslung einen Ferrari Enzo vorgenommen und in den MIG-U1 verwandelt

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Von
  • Henry Dinger
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Leonberg, 12. Januar 2010 – Die Firma von Uwe Gemballa hat sich als Porsche-Tuner einen Namen gemacht. Jetzt haben sich die Leonberger zur Abwechslung den Ferrari Enzo vorgenommen und in den MIG-U1 verwandelt. Von dem Fahrzeug wird es nur 25 Stück geben, alle Exemplare sind individuell mit den Kunden abgestimmt. Die Aerodynamik des Fahrzeugs wird dabei erheblich verändert. Angelehnt ans Design von Formel-1-Rennwagen präsentiert sich der Supersportler mit weit nach vorne gezogener Front und einem kantigen Heckspoiler. Ehemals abgerundete Kanten sind der aggressiven Optik mit gierigen Luftein- und auslässen gewichen. Auch die Rückleuchten sitzen nicht mehr offen auf dem Heck, sondern sind umschlossen und mit Luftkanälen besetzt. Der MIG-U1 wächst um 80 Millimeter an der Vorder- und 100 Millimeter an der Hinterachse in die Breite.

Alle Komponenten werden aus Karbon gefertigt, um geringes Gewicht mit einem festen Material zu kombinieren. Die einstellbare Frontspoilerlippe erzeugt je nach Position zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse. Analog dazu erlaubt eine "Flap" genannte Klappe auf dem neu angebrachten Heckspoiler mehr Abtrieb an den Hinterrädern. Die Klappe senkt sich ab, sobald eine Geschwindigkeit von 120 km/h erreicht wird.

Gemballa MIG-U1: Verwandelter Ferrari Enzo aus Leonberg (15 Bilder)

Gemballa MIG-U1: Supersportler auf Basis des Ferrari Enzo

Das Luftleitsystem sorgt beim MIG-U1 aber nicht nur dafür, die Kraft des Zwölfzylinders auf die Straße zu bringen. Zugleich wurde ein spezielles Belüftungs- und Kühlungskonzept entwickelt. So werden sowohl die vorderen als auch die hinteren Radhäuser mit kühlender Luft beströmt, damit die Hochleistungsbremsanlage optimal arbeitet. Die Auslässe hinter den Rädern stellen sicher, dass sich die heiße Luft nicht staut. Außerdem beatmen Einlasskanäle hinter den Türen und auf dem Dach den Motorraum hinter der Fahrerkabine. Die neu geschaffenen Abluftkanäle enden in und auf der Heckschürze. Sie sind so dimensioniert, dass auch zusätzliche Kühler für die optional erhältliche Leistungssteigerungen auf 750 PS beziehungsweise 800 PS unterstützt werden.