Britische Spam-Beschwerdestelle wertet Starttag als Erfolg
Anti-Spam-Aktivisten möchten sich der Jubelmeldung nicht anschließen, sie halten das neue Gesetz gegen Spam in Großbritannien für kraftlos.
In den ersten 24 Stunden ihres Bestehens hatten die Mitarbeiter der offiziellen britischen Beschwerdestelle fĂĽr Spam, des Information Commissioner's Office, viel zu tun. GegenĂĽber britischen Medien sagte eine Sprecherin: "Wir haben eine groĂźe Zahl an Beschwerden bekommen. Viele Verbraucher haben uns angerufen, andere haben ihre Spam-Mails an uns weitergeleitet." Sie wertete den Start der Institution als groĂźen Erfolg.
Seit dem 11. Dezember ist das britische Anti-Spam-Gesetz in Kraft. Dieses sieht vor, dass Spam-Versender an private E-Mail-Adressen im Wiederholungsfall eine Strafe von 5000 Pfund zahlen müssen. Dieses Gesetz ist aber -- ähnlich wie das kürzlich verabschiedete Anti-Spam-Gesetz der USA -- höchst umstritten. Die Anti-Spam-Aktivisten von Spamhaus.org etwa halten es für "verpfuscht und kraftlos", weil es zum Beispiel völlig legal bleibe, an geschäftlich genutzte britische E-Mail-Konten Spam zu verschicken, solange diese mit einem Opt-Out-Link versehen ist. Auch können nur Spam-Versender in Europa belangt werden. (tol)