Fake-Kampagne zum VW-Stammwerk: IG Metall wehrt sich

Eine angebliche Gewerkschafts-Website behauptet, die IG Metall fordere einen Umbau von Volkswagen. Die Arbeitnehmervertreter erwägen rechtliche Schritte.

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Fake-Kampagne gegen VW
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  • dpa

Die Gewerkschaft IG Metall prüft rechtliche Schritte gegen eine Fake-Kampagne, in der es heißt, die Arbeitnehmerorganisation fordere einen Umbau von Volkswagen. In einer am Montag verbreiteten Mitteilung, die angeblich von der IG Metall in Wolfsburg stammen sollte, hieß es, die Arbeitnehmervertretung fordere unter anderem eine schrittweise Vergesellschaftung des VW-Konzerns sowie eine Neuausrichtung der Produktion am Stammwerk weg vom Auto und hin zu Bus, Bahn und Rad. Dazu wurden eine auf den ersten Blick täuschend echt wirkende Kampagnen-Webseite veröffentlicht und Zitate von IG-Metall-Funktionären erfunden.

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Die Gewerkschaft teilte mit, die Fake-Website stamme vermutlich aus dem Umfeld von Klimaaktivisten. Man sei immer bereit, konstruktiv über Transformation und Klimawandel zu diskutieren, in diesem Fall seien die Grenzen eines kreativen Protests aber überschritten. "Wir lassen die Geschehnisse juristisch prüfen und behalten uns rechtliche Schritte vor", erklärte die IG Metall in Wolfsburg.

(fpi)