Genf: Ferrari zeigt 599 GTB mit KERS an Bord
Auch an Ferrari geht die aktuelle Umweltdiskussion nicht vorbei. Um den Durst der Extremsportler zu zügeln, zeigen die Italiener in Genf einen 599 GTB mit dem aus der Formel 1 bekannten KERS an Bord
- rhi
Genf (Schweiz), 3. März 2010 – Hersteller leistungsstarker Sportwagen wie Ferrari stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn es darum geht, den PS-Protzen ein maßvolleres Trinkverhalten anzugewöhnen. Einen Lösungsansatz zeigt die Sportwagenschmiede derzeit auf dem Genfer Salon 2010: das HY-KERS "vettura laboratorio" auf Basis des 599 GTB Fiorano.
KERS-Studie
Das Kürzel KERS ist Formel-1-Fans natürlich ein Begriff: Das Kinetic Energy Recovery System sorgt dafür, dass beim Bremsen möglichst wenig Bewegungsenergie in Reibungshitze verwandelt wird sondern für die Unterstützung des Antriebs gespeichert wird – zum Beispiel als elektrischer Strom. Der Fahrer kann diese Energiereserve später kurzfristig zum "Boosten" abrufen. Im Fall des Hybrid-599 kommt ein platzsparender Antriebsstrang zum Einsatz, in den ein rund 40 Kilogramm schwerer Elektromotor mit über 100 PS integriert ist. Dieser ist an ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen gekoppelt. Als Energiespeicher dienen flache Lithium-Ionen-Batterien. Ob der Öko-Ferrari auch rein elektrisch fahren kann, ist noch nicht bekannt. Ferrari verspricht sich jedenfalls eine Verringerung der CO2-Emissionen um rund 35 Prozent.
Genf: Ferrari zeigt 599 GTB mit KERS an Bord (8 Bilder)

Grüne Welle in Genf: Ferrari zeigt den 599 GTB Fiorano HY-KERS mit Hybridantrieb.
California mit Start-Stopp-System erhältlich
Immerhin um 6 Prozent sinken bereits zum jetzigen Zeitpunkt der Verbrauch und die CO2-Emissionen beim Ferrari California, sofern die neue Start-Stopp-Automatik gewählt wird. Den CO2-Ausstoß beziffern die Italiener auf 280 Gramm pro Kilometer, bislang sind es 299 Gramm. (imp)