Stoßdämpfer lädt Autobatterie
Forscher der State University of New York haben einen Stoßdämpfer entwickelt, der die Vibrationen eines Autos nutzt, um die Batterie zu laden.
Forscher der State University of New York haben einen Stoßdämpfer entwickelt, der die Vibrationen eines Autos nutzt, um die Batterie zu laden. Vier solcher Dämpfer könnten nach Schätzungen der Wissenschaftler etwa 250 Watt elektrische Leistung unter "typischen Fahrtbedingungen" bereitstellen. Der Gesamt-Wirkungsgrad des Fahrzeugs soll damit auf ebenen Straßen um etwa zwei, auf holprigen um bis zu zehn Prozent steigen.
Lei Zuo und seine Kollegen beschreiben ihre Arbeit in einem Aufsatz für die Fachzeitschrift Smart Materials and Structures. Der Stoßdämpfer ist so konstruiert, dass er sich leicht gegen herkömmliche Systeme austauschen lässt. Das System ist im Wesentlichen ein linearer Induktionsgenerator, bei dem sich ein Permanentmagnet innerhalb einer Spule bewegt. In Simulationen versuchten die Forscher zunächst, ein optimales Verhältnis zwischen Gewicht, Größe und Wirkungsgrad zu finden. Dann überprüften sie die Leistungsfähigkeit des Konzeptes bei Experimenten mit einem verkleinerten Modell. Der fertige Stoßdämpfer soll auf etwa 28 Kilogramm kommen.
In der Industrie haben sich Vibrationen als Energiequelle längst etabliert – das Thema Energy Harvesting soll auch im Fokus der diesjährigen MicroNanoTec stehen, die im April im Rahmen der Hannover Messe stattfindet. Vibrations-Harvester werden in der Industrie vor allem verwendet, um Sensoren mit Energie zu versorgen. Die Harvester werden allerdings in der Regel auf eine bestimmte Schwingungsfrequenz optimiert. Nur wenige Geräte geben jedoch so gleichmäßige Vibrationen ab wie Elektromotoren. Verbrennungsmaschinen erzeugen, je nach Drehzahl, ein großes Spektrum an Schwingungen. (wst)