Peugeot zeigt Elektroauto iOn auf der IAA 2009
Peugeot bringt eine elektrische Ăśberraschung mit zur IAA: den Stromwagen iOn. Das in Kooperation mit Mitsubishi entwickelte Fahrzeug basiert weitestgehend auf dem i-MiEV. Den Japaner gibt es schon
- gh
Saarbrücken, 7. September 2009 – Bereits am Freitag hatten Mitsubishi und PSA gemeldet, dass der Mitsubishi i-MiEV in abgewandelter Form auch von Peugeot und Citroën kommen wird. Jetzt wird Peugeot konkreter und gibt nähere Informationen zum „iOn“, der vom 17. bis 27. September auf der IAA in Frankfurt zu sehen ist. Die Ähnlichkeit mit dem japanischen Schwestermodell ist tatsächlich frappierend, bis auf die Farbgebung und die Frontgestaltung sind kaum Unterschiede auszumachen.
130 Kilometer Reichweite
Mit seinen Leistungsdaten qualifiziert sich auch der iOn als Stadtauto: Der Leistung von 47 kW steht E-Auto-typisch ein hohes Drehmoment von 180 Nm gegenĂĽber, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h und die Reichweite 130 Kilometer. Peugeot geht bei dieser Angabe von einer Fahrweise aus, die dem europäischen Normzyklus NEFZ entspricht – inwieweit dieser Zyklus fĂĽr Elektroautos ĂĽberhaupt taugt, bleibt abzuwarten, zumal der NEFZ ursprĂĽnglich nicht fĂĽr Hybrid- oder Elektroautos ausgelegt wurde. So bekommt man beispielsweise die Heizung beim Elektroauto nicht umsonst – und auch nicht die KĂĽhlung von Li-Ion-Batterien. Was zum Beispiel an einem kalten Wintertag von den 130 Kilometer Reichweite noch bleibt, wird man sehen mĂĽssen. Die Lithium-Ionen-Batterien können laut Peugeot an einer herkömmÂlichen Haushaltssteckdose in sechs Stunden aufgeladen werden – oder dank eines Schnellladesystems in 30 Minuten zu 80 Prozent.
Peugeot zeigt Elektroauto iOn auf der IAA 2009 (6 Bilder)

Neuer Stromer aus Frankreich: Der Peugeot iOn kommt zur IAA 2009.
Datenverkehr
Interessant ist auch, was Peugeot als „innovative Dienstmerkmale“ bezeichnet und hierbei besonders das „Kommunikations- und Lokalisierungsmodul“. Es bietet einerseits eine „eCall“-Notruffunktion, wie sie ab 2011 verpflichtend sein soll. Zudem kann es aber verschieÂdene Daten zur „professionellen Verwaltung eines Fuhrparks“ erfassen, so etwa Batterieladezustand, zurĂĽckgelegte Fahrstrecke, Kilometerzahl bis zur Wartung usw. Allein die Bezeichnung „Kommunikations- und Lokalisierungsmodul“ zeigt, dass Datensicherheit bei Elektroautos wohl noch zu einem spannenden Thema wird.