1er mit Mütze: Das neue BMW 125i Cabrio im Test
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Cruisen, nicht rasen
Allerdings: Ein echter, kompromissloser Sportwagen ist das 1er Cabrio in dieser Form nicht – den Boxster-Jäger wird das 135i Cabrio mit 306 PS und M-Fahrwerk spielen. Der 125i ist eher der souveräne Cruiser. Einer, der normalerweise locker über den Boulevard oder die Landstraße bummelt, aber auch bei flotter Gangart nicht sofort schlapp macht. Letztlich scheitern allzu sportliche Ambitionen an den cabriotypischen Gewichtsproblemen. Bereits nackt wiegt der 125i deftige 1585 Kilogramm. In der von uns gefahrenen Version mit zahlreichen Extras bringt er locker über 1,6 Tonnen auf die Waage. Somit fehlt dem Auto schlicht das letzte Quäntchen Power und Drehmoment, um den Hans Dampf in allen Gassen zu mimen. Allerdings: Untermotorisiert dürften sich im 125i Cabrio wohl nur die verwöhntesten Zeitgenossen fühlen, denn die Fahrleistungen können sich durchaus sehen lassen.
Money, money, money
Wie immer ist die Aufpreispolitik BMW-typisch heftig. Auch Details, die in dieser Leistungsklasse selbstverständlich sein sollten, müssen extra bezahlt werden – etwa Fußmatten, Graukeil-Frontscheibe und Regensensor. Der Grundpreis unseres Testwagens von 36.200 Euro passt. Allerdings kommen noch wahnwitzige 17.520 Euro für die Extras hinzu. Unterm Strich macht das 53.720 Euro, womit wir wenigstens ein Vorurteil gegen Blechdachcabrios widerlegt hätten: Trotz ihrer aufwändigen Konstruktion müssen sie nicht unbedingt teurer sein als ein offenes Auto mit Stoffdach.