Audi A8 2.8 FSI im Test: Vernünftiger Einsteiger
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Stufenloses Getriebe
Per Starterknopf erwecken wir den 2,8-Liter-V6 zum Leben. Die Maschine läuft souverän und leise, ist aber im Hintergrund zu hören. Gekoppelt ist der Motor mit dem stufenlosen Multitronic-Getriebe. Wir lösen per Knopfdruck die elektromechanische Parkbremse und geben Gas. Kräftig, aber nicht vordergründig druckvoll setzt der 210-PS-Direkteinspritzer den Fronttriebler in Bewegung. Die Maschine dreht zwar etwas zäh hoch, ermöglicht aber einen Sprintwert von 8,0 Sekunden auf Tempo 100. Bei Vollgas-Sprints klingt das Aggregat wegen der Multitronic-bedingten hohen Drehzahlen leicht angestrengt. Die Höchstgeschwindigkeit ist zwar nach einer gefühlt-langen Anlaufzeit, aber bei immerhin stolzen 238 km/h erreicht. Dafür sind die Umwelt-Werte niedrig: Den Verbrauch beziffert Audi mit 8,3 Liter, den CO2-Ausstoß mit 199 Gramm pro Kilometer. Das sind gute Werte in dieser Klasse.
Lenkung neu abgestimmt
Der erste Eindruck macht uns klar: Das hier ist der Cruiser in der A8-Reihe, ein sehr angenehmer Reisewagen. Die serienmäßige Luftfederung Adaptive air suspension lässt uns per Knopfdruck entscheiden, ob wir lieber dynamisch unterwegs sein wollen oder gut gefedert reisen möchten. Die Abstimmung können wir aber auch automatisch vornehmen lassen: Das System merkt, wenn wir schneller unterwegs sind und strafft den Unterbau automatisch. Für das neue Modelljahr wurden Dämpfer, Lager und Abstimmung mit dem Ziel überarbeitet, das Fahrwerk noch sensibler auf feine Unebenheiten reagieren zu lassen. Auch bei der Lenkung haben die Audi-Ingenieure noch einmal Hand angelegt: Sie wurde analog dem Sport-Mobil S8 direkter abgestimmt und reagiert spontaner auf Lenkbefehle.
Side assist und Lane assist
Zwei neue Helfer finden sich jetzt in der Zubehörliste des A8. Der Side assist kümmert sich um den Toten Winkel und warnt mit einem Lämpchen im Außenspiegel, wenn der Fahrer beim Spurwechsel ein anderes Fahrzeug übersehen würde. Der Lane assist lässt das Lenkrad vibrieren, wenn eine Fahrspur ohne zu Blinken verlassen wird – dieses System könnte Unfälle durch Sekundenschlaf zu verhindern helfen.