Chinese Open: der MG TF LE500

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Das Ziel von SAIC ist es, bis 2010 zu den sechs weltgrößten Automobilherstellern zu gehören. Einerseits kann Nanjing mit dem MG ZT bereits einen fast baugleichen Konkurrenten zum Roewe 750 anbieten. Und SAIC kann nun andererseits das Werk in Longbridge nutzen, um einen Fuß in den europäischen Markt zu bekommen. Zudem besitzt Nanjing durch den Kauf von MG die Namensrechte an den Marken Wolseley, Austin, Morris, Vanden Plas, Princess und Sterling, die für den Automobilverkauf in Europa reanimiert werden könnten.

Der optisch kaum veränderte MG TF wird in England ab September 2008 zunächst als eine auf 500 Exemplare limitierte Sonderserie namens TF LE500 starten. Unter der Haube des 3,94 Meter langen Roadsters arbeitet ein Vierzylinder mit 1,8 Liter Hubraum, der 135 PS leistet. Zur Ausstattung des LE500 gehören Ledersitze, eine Klimaanlage, ein Hardtop in Wagenfarbe sowie Klavierlack-Applikationen im Innenraum. Um die Kosten gering zu halten, werden möglichst viele Teile aus China importiert.

Im MG-Werk in Nanjing wird der auf dem MG ZT aufbauende MG 7 und dessen Kombiversion MG 7T gebaut. Wahlweise mit einem 1,8 Liter großen Vierzylinder oder einem 2,5-Liter-V6 ausgerüstet, wird das Fahrzeug in China unter der Bezeichnung „Modern Gentleman“ verkauft. Im Jahr 2011 hofft man, insgesamt 85.000 MG 7 und 25.000 MG TF produzieren zu können. Geplant sind zudem weitere neue Modelle, die unter dem Namen Austin verkauft werden sollen. Wang Haoliang, der Vorsitzende von Nanjing Automobile, ist jedenfalls optimistisch: „Die japanischen Hersteller brauchten 30 Jahre, um ihr Exportgeschäft aufzubauen, die Koreaner 20 Jahre. Wir werden sehr viel schneller sein.“ (rh)