DaimlerChrysler kündigt Hybridbus an
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Kleiner Dieselmotor
Das Hybridkonzept ermöglichte es, den Dieselmotor kleiner als üblich auszulegen: Es genügt ein Motor mit 4,8 Litern, laut DaimlerChrysler wiegt dieser nur 450 kg statt der sonst notwendigen 1000 kg in einem nur dieselmotorisch betriebenen Bus.
Da der Dieselmotor nur dazu dient, die Batterien zu laden, kann er in einem Drehzahlbereich betrieben werden, der nahe am „Bestpunkt“ liegt – also in einem Bereich, wo der Wirkungsgrad besonders günstig ist. Gerade bei einem Dieselmotor ist dies von Vorteil, da seine Emissionen im Unterschied zum Benziner stark von seiner Belastung abhängen. So lassen sich auch Rußsemissionen und Stickoxide weiter reduzieren.
Gegenüber einem vergleichbaren dieselmotorisch betriebenen Bus rechnet DaimlerChrysler mit 20 bis 30 Prozent weniger Verbrauch und CO2-Emissionen.
Auf dem Weg zum Brennstoffzellenbus?
DaimlerChrysler sieht den Citaro mit Hybridantrieb als logischen Schritt auf dem Weg zum Stadtbus mit Brennstoffzellenantrieb. Der elektrische Antrieb und die Batterien wären bereits dafür geeignet, man müsste lediglich den Dieselmotor durch Brennstoffzellen ersetzen. Dies wäre ein weiterer Schritt zum emissionslosen Fahrzeug – ohne Ausstoß von Partikeln, Stickoxiden oder CO2. Bis dahin sind allerdings noch offene Fragen zu klären: Wie produziert man kostengünstig Wasserstoff, wie lässt er sich ohne Schwund transportieren und speichern?
Der Citaro Diesel-Hybrid soll ab 2008 in den Versuchsbetrieb gehen, ab 2009 ist bereits eine Serienproduktion geplant. (ggo)