Der Mitsubishi Lancer 1.8 MIVEC im Test

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Trotz des etwas zu glatten Lederbezugs geht der Komfort auf den Vordersitzen völlig in Ordnung. Auch auf Langstreckenfahrten hinterlassen die ausreichend straff gepolsterten Sessel einen guten Eindruck. Für Freunde der forscheren Fahrweise könnten sie aber etwas mehr Seitenhalt bieten. Auf den hinteren Sitzen passt das Raumangebot ebenfalls. Hinter einem 1,80-Meter-Fahrer kann locker ein gleich großer Zeitgenosse Platz nehmen, ohne dass einer der beiden sich beengt fühlen müsste. Der Einstieg nach hinten geht problemlos vonstatten und die Kopffreiheit auf den vermeintlich billigen Plätzen ist für Normalgewachsene mehr als ausreichend. Obwohl es für die meisten Aufgaben ausreichend groß sein sollte, kann das Gepäckabteil des Lancer im Klassenvergleich nicht glänzen. Mit 377 Liter (400 sind es ohne den Subwoofer) ist der Mitsubishi rückwärtig deutlich schlechter bestückt als etwa der VW Jetta mit seinen 527 Liter. Allerdings kommt der Japaner serienmäßig mit einer asymmetrisch umklappbaren Rückbank, mit der die Gepäckhöhle in den Innenraum erweitert werden kann.

Die kleinen Schwächen bei Verarbeitung (etwa der ungleichmäßig schließende Handschuhfachdeckel) und Materialien (zahlreiche Hartplastikoberflächen) macht der Lancer über den Preis wett. Lediglich ein Extra, die Metallic-Lackierung für 450 Euro, muss bei unserer Topausstattung „Instyle“ gesondert bezahlt werden. Klimaautomatik, Bluetooth-Anbindung, Ledersitze, elektrische Fensterheber oder das fett-krasse Hifi-System: Alles schon serienmäßig mit an Bord für 25.570 Euro. Zusätzlich lockt der Lancer mit Details, die in seiner Klasse nicht alltäglich sind – etwa der Knieairbag für den Fahrer oder schlüsselloser Zugang und Zündung. Für das Gebotene ist der Preis also sicher nicht zu hoch – wer ein Premium-Interieur auf VW- oder BMW-Niveau erwartet, der muss halt auch entsprechend mehr bezahlen. Verwunderlich ist allerdings das Fehlen einiger alltäglicher Goodies. Spontan vermisst haben wir etwa Parksensoren und einen automatisch abblendenden Innenspiegel. Beide Extras sind laut Mitsubishi Deutschland derzeit nicht erhältlich, wenigstens die Parksensoren sollen aber bis Ende 2008 ins Programm aufgenommen werden.