Der Umwelt zuliebe: Start-Stopp-Automatik für Smart Fortwo
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Lenkung der Ströme
Hinter der Batteriemulde ist ein Steuergerät mit integrierter Leistungselektronik eingebaut worden, welches sich um die Aktivitäten des Systems kümmert. Die Kommunikation mit den restlichen Steuergeräten des Fahrzeugs erfolgt über einen CAN-Datenbus. Als Speicher für den elektrischen Strom kommt eine AGM-Batterie (Absorbent-Glass-Matt) zum Einsatz. Dieser Batterietyp hat sich als resistenter gegen wechselnde Be- und Entladungszustände erwiesen als herkömmliche Bleiakkumulatoren mit Schwefelsäureelektrolyt.
Zur Praxis
Wir fahren auf eine rote Ampel zu und tatsächlich: Das Triebwerk ist ausgegangen. Da wir die Einzigen an der Kreuzung sind, erfüllt eine herrliche Ruhe die englische Landschaft. Beim Loslassen des Bremspedals überlegt die Steuerung einen kurzen Moment, dann springt der Motor wieder an. Die Verzögerung beim Wiederstarten des Motors ist länger als beispielsweise beim Honda Civic Hybrid, aber zu keinem Zeitpunkt störend. An die Tatsache, dass das Aggregat beim Halt einfach ausgeht, müssen wir uns erst noch gewöhnen. Am liebsten würden wir die wegen des automatisierten Schaltgetriebes nicht vorhandene Kupplung treten, um ein gefühltes Abwürgen des Triebwerks zu verhindern.
Keine negativen Einflüsse
Durch die Modifikationen wird der Smart insgesamt um zirka zehn Kilogramm schwerer. Dies bedeutet, dass der Umbau keine Nachteile mit sich bringt, der Verbrauch steigt bei langen Autobahnfahrten ohne Stop-and-go-Verkehr nicht an. Ab dem 15. Oktober 2007 ist es soweit: Der erste Smart mit Start-Stopp-Funktion wird verfügbar sein. Konkrete Preise gibt der Hersteller noch nicht an, stellt aber einen Aufpreis von unter 500 Euro in Aussicht. Schade, dass diese Automatik nicht serienmäßig verfügbar ist. Aber Smart lässt verlauten, dass dies zu einem bis jetzt unbekannten Zeitpunkt der Fall sein könnte. Außerdem werden nach und nach alle Smart-Motorisierungen optional mit der Start-Stopp-Automatik verfügbar sein, dies gilt auch für die kräftigen Brabus-Modelle. Der CO2-Champion Smart-Diesel kommt erst später an die Reihe, weil die Integration des neuen Systems wegen der zum Benziner unterschiedlichen Start-Funktion sehr aufwendig sein soll. (imp)