Edle Offenbarung: Mercedes-Benz SLR McLaren Roadster
Das Warten hat ein Ende: Drei Jahre nach dem Marktstart des SLR McLaren schiebt Mercedes im September den Roadster nach. Mit diesem Edel-Katapult wird man wohl mehr Aufsehen erregen, als manchem lieb ist
- mh
Stuttgart, 4. Mai 2007 – Roadster und Cabriolets gelten vielen als das Sahnehäubchen des Autobaus. Die Frischluft-Mobile empfehlen sich nicht nur für Sonnenverliebte, sondern auch für diejenigen, die das Sehen und Gesehen werden auf besondere Weise zelebrieren wollen. Vor allem das Flanieren vor gut gefüllten Eiscafés zählt zu ihrer Paradedisziplin. Doch mit dem SLR McLaren Roadster bringt Mercedes im September 2007 ein Fahrzeug auf den Markt, das für diesen Zweck zu überirdisch und zu exaltiert sein dürfte. Mit diesem besonders exklusiven Geschoss wird man wohl mehr Aufsehen erregen, als vielen lieb ist. Der passendere Ort für diesen Extrem-Sportler ist die Boxengasse am Nürburgring.
Steif und leicht
Recht lange musste die Autowelt auf die offene Variante des SLR warten. Immerhin gibt es den 626 PS starken Über-Benz als Coupé bereits seit 2004. Da es sich beim Roadster-Derivat nicht um eine radikale Neukonstruktion handelt, hätte diese Modell-Erweiterung auch durchaus früher erfolgen können. Die mit Ausnahme zweier aus Aluminium gefertigten Motorrahmen vollständig aus Karbonfaser-Werkstoffen (CFK) gemachte SLR-Karosserie wurde für den Roadster leicht überarbeitet. Trotz der für eine Offen-Konstruktion nötigen Karosserieverstärkungen verspricht Mercedes ein weiterhin geringes Gewicht und eine hohe Torsionssteifigkeit. Damit soll der Roadster Fahreigenschaften bieten, die sonst nur geschlossenen Konstruktionen vorbehalten sind. Für Sicherheit sorgen im Falle eines Überschlags mit Stahl verstärkte A-Säulen und zwei feststehende Überrollbügel. Außerdem gehören adaptive Airbags, Knie- und Sidebags, Gurtstraffer und ein Reifendruck-Kontrollsystem zur Sicherheitsausstattung.
Fährt 332 Sachen
Optisch schmiegt sich das versenkbare Stoffdach sehr elegant in die Linienführung des Zweisitzers. Geschlossen erkennt man Stoffdach erst auf den zweiten Blick. Das neu entwickelte Dachmaterial ist in drei Farben erhältlich. Dank einer besonders hohen Festigkeit des Stoffes soll die Höchstgeschwindigkeit von 332 km/h kein Problem darstellen. Bei Offenfahrten verspricht Mercedes, dass Unterhaltungen zwischen den Insassen auch weit jenseits der 200 km/h möglich sein sollen.