Einen Shortdrink auf Le Mans

Porsche feiert seinen Wiedereinstieg in die Königsklasse des Langstrecken-Motorsports beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans (14. und 15. Juni) mit einem Sondermodell. Der 911 Carrera S wird das legendäre Martini-Racing-Design tragen

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Berühmte Streifen: Porsche legt ein Editionsmodell im Martini-Look auf.
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Von
  • Ronald Partsch

Stuttgart, 13. Juni 2014 – Porsche würdigt seinem Wiedereinstieg in die Königsklasse des Langstrecken-Motorsports beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans (14. und 15. Juni) ein Sondermodell. Der 911 Carrera S wird das legendäre Martini-Racing-Design mit Streifen in Hellblau, Dunkelblau und Rot sowie einen weißen Martini-Schriftzug auf blauem Grund tragen – die Erkennungsmerkmale der italienischen Getränke-Marke. Im Jahr 2014 sind die berühmten Farben allerdings nicht mehr mit Porsche am Le-Mans-Einsatzfahrzeug 919 Hybrid zu sehen, sondern in der Formel 1 an den Rennwagen des Williams-Teams.

Der nun aufgelegte Martini-Porsche soll an Le-Mans-Ikonen wie den 917 oder den 935 „Moby Dick“ erinnern, die in den 1970er-Jahren bei den Langstreckenrennen siegten. Nur 80 Fahrzeuge wird es vom Sondermodell geben, sie sind in Holland, Italien, Spanien, Polen, Ukraine, Tschechien, Zypern, Finnland und Großbritannien zu haben. Außerdem werden sie in China, Japan und in Lateinamerika angeboten. Für die deutschen Fans gibt es einen Wermuts-Tropfen im Sinne des Wortes: Sie können lediglich eine Martini-Folierung für 1071 Euro bestellen. Wie uns ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage erklärte, sieht Porsche hierzulande nur wenig Absatzchancen für ein in dieser Form vorkonfiguriertes Auto.

Einen Shortdrink auf Le Mans (7 Bilder)

Berühmte Streifen: Porsche legt ein Editionsmodell im Martini-Look auf.

(Bild: Porsche (alle))

Wer außerhalb von Deutschland lebt, kann seinen Martini-Elfer in Weiß oder Schwarz ordern. Die vordere Haube, das Dach und die Fahrzeugflanken sind mit den charakteristischen Farben des Martini-Racing-Designs verziert. An der Frontschürze, die aus dem optionalen Aerokit „Cup“ stammt, stellt sich eine optimierte Spoilerlippe gegen den Wind. Am Heck bildet der feststehende Spoiler, ebenfalls aus dem Cup-Kit, das aerodynamische Gegenstück.

Edelstahl-Einstiegsleisten mit dem Schriftzug „911 Carrera S - Martini Racing Edition“ schmücken den Innenraum. Dort bietet der Martini Porsche nicht nur in schwarzem Leder bespannte Sportsitze, sondern auch spezielle Zierblenden mit „Martini Racing Edition“-Schriftzug. Ab Werk sind das Sport-Design-Lenkrad und das Sport Chrono-Paket ebenso vorhanden wie ein Multimediasystem mit Navi, eine Bose-Soundanlage und ein Drehzahlmesser mit schwarzem Zifferblatt.

Im Martini-Porsche schlägt das Herz des 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotors mit 400 PS. Er beschleunigt den handgeschalteten Straßensportler in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, in Verbindung mit dem optionalen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) reichen 4,1 Sekunden. In der Spitze schafft die manuell geschaltete Version 304 km/h, die mit PDK wird 302 km/h schnell. Wer sich in Deutschland seinen Martini-Renner selbst zusammenstellen will, muss mindestens 105.173 für den Carrera S einrechnen plus Aerokit Cup für 4968 Euro. ()