Bewahrt bewährtes

Die Modellpflege am Kia Venga fiel optisch wie technisch sehr zurückhaltend aus. Vielleicht sieht man sich bei Kia auf einem richtigen Weg, denn trotz seiner vergleichsweise unspektakulären Karosserie erfreut sich der Kia seit seiner Vorstellung vor fünf Jahren einer überaus zufriedenen Kundschaft

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Von
  • Stefan Grundhoff
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Frankfurt, 29.01.2015 – Die Modellpflege am Kia Venga fiel optisch wie technisch sehr zurückhaltend aus. Nur wenig änderte man an Front, Heck und Leuchten und auch am Innenraum gibt es nur leichte Modifikationen wie eine neu gestaltete Mittelkonsole.

Vielleicht sieht man sich bei Kia auf einem richtigen Weg, denn die Wettbewerber Ford B-Max und noch viel mehr Opel Meriva sind in seinem Umfeld zwar seit Jahren Maßstab mit ihren praktischen Details und gegenläufig öffnenden oder Schiebetüren. Doch trotz seiner vergleichsweise unspektakulären Karosserie erfreut sich der Kia seit seiner Vorstellung vor fünf Jahren einer überaus zufriedenen Kundschaft. Bisher wurden trotz starker Konkurrenz 150.000 Fahrzeuge verkauft.

Bewahrt bewährtes (19 Bilder)

Der Kia Venga 1.6 bleibt auch als Jahrgang 2015 ein Van für die kleine Familie.

(Bild: Kia (alle))

Sicher ein Grund ist das gute Raumangebot des 4,08 Meter langen Venga. Begünstigt durch den 2,62 Meter langen Radstand lässt es sich auch in der zweiten Reihe für zwei Fondpassagiere gut aushalten. Angesichts der Zustiegsannehmlichkeiten von B-Max oder Mevira wäre es jedoch angenehm, wenn sich die Fondtüren wenigstens weiter öffnen lassen würden, um beispielsweise Kindern leichter in Sitze und Schalen zu helfen. Überaus flexibel zeigt sich der Laderaum. Die Standardgröße von 314 Litern lässt sich durch Entnahme des Ladebodens auf 440 Liter erweitern. Wer die Rücksitze umklappt, kann bis zu 1486 Liter Raum nutzen. Weitere Ablagemöglichkeiten gibt es im Innenraum, wo Konsolen und Türtaschen Getränke, Spielzeug oder andere Kleinteile aufnehmen.

Das komfortable Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und der Torsionslenkerachse hinten fügt sich in das unaufgeregte Bild von Design und Innenraum ein. Der Kia Venga federt die meisten Unebenheiten gut weg. Wenn etwas durchdringt, kommt es von der Hinterachse, die sich in flott durchfahrenen Kurven nicht als sonderlich fahraktiv präsentiert. Die Leichtgängigkeit der Lenkung passt zu den Transporter-Qualitäten für den urbanen Bereich, dennoch könnte sie direkter sein. Einen Notbremsassistent bietet er ebensowenig wie eine Einparkautomatik. Serie sind sechs Airbags, ABS und ESP.