Fisker Karma: Plug-in-Hybrid soll in Finnland gebaut werden
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Viertüriger Plug-in-Hybrid
Der viertürige Karma ist als ein Plug-in-Hybrid ausgelegt, der rund 50 Meilen (80 Kilometer) rein elektrisch fahren kann. Der Akku-Pack und ein "kleiner" Verbrennungsmotor, der einen Generator zum Aufladen der Akkus antreibt, sind zwischen den Achsen und an zentraler Position im Fahrzeug untergebracht. Dies soll sowohl der Crash-Sicherheit dienen als auch zu einer nahezu idealen Gewichtsverteilung des Hecktrieblers führen. Wer sein Auto nicht mehr als 80 Kilometer pro Tag bewege und danach regelmäßig auflade, komme mit einer Benzinfüllung für den Range-Extender pro Jahr aus, prophezeit der Hersteller, ohne zu verraten, wieviel Sprit der Tank denn fasst.
Optionale Solar-Panele
Auf Wunsch ist für das Auto, das "so flach wie ein Porsche 911, so breit wie ein 7er BMW und so lang wie ein Mercedes CLS" ist, ein Solardach erhältlich, das die Akku-Nachladung unterstützt. Ferner will Fisker Solar-Panele für Garagendächer anbieten. Angeboten werden soll der Karma in besonders umweltfreundlichgestalteten Verkaufsräumen. Zu möglichen Vertriebspartnern machte das Unternehmen noch keine Angaben, ebensowenig zum Preis. Wegen der luxuriösen Ausstattung und der relativ kleinen Auflage dürfte das emissionsfreie Fahren zu einem teuren Vergnügen werden – immerhin fasst der Kofferraum zwei Golftaschen und zusätzliches Gepäck, verspricht Fisker der Zielgruppe.
Eitel Sonne über Finnland?
Ob die Fertigung des Karma die Arbeitsplätze bei Valmet Automotive an der finnischen Ostseeküste im kommenden Jahrzehnt sichert, bleibt abzuwarten. In den letzten Jahren liefen im Durchschnitt über 15.000 Porsche pro Jahr von den Produktionsbändern in Uusikaupunki. Voll ausgelastet wäre das Werk also nur, wenn Fisker die komplette Produktion der angepeilten 15.000 Karma pro Jahr dorthin vergeben würde. Davon ist aber schon deshalb nicht auszugehen, weil die Hälfte der Produktion im Dollar-Raum abgesetzt werden soll. Auch wird sich zeigen müssen, ob in einem Werk, in dem seit vier Jahrzehnten Pkw mit Verbrennungsmotor gebaut werden, die Serienfertigung einer Neukonstruktion mit Elektromotor reibungsloser anläuft als dies die Schwierigkeiten bei Tesla Motors befürchten lassen.