Hummer: Verkauf nach China steht auf der Kippe

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • ssu

Der Verkauf der angeschlagenen amerikanischen Geländewagenmarke Hummer nach China steht auf der Kippe. Die Regierung in Peking habe die Erlaubnis für das Geschäft verweigert, schreibt die Financial Times am 23. Februar. Experten vermuten, dass sich die Behörden vor allem am hohen Spritverbrauch der massigen Autos der bisherigen Marke von General Motors (GM) stören. Dies widerspreche dem Ziel, die Umweltverschmutzung in China zu senken.

Bereits während der Verhandlungen stand das Geschäft unter keinem guten Stern. Behördenvertreter zweifelten hinter vorgehaltener Hand daran, dass der Käufer namens Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery Co über die nötige Erfahrung verfüge, Hummer zu steuern. Das wenig bekannte Unternehmen verdient sein Geld mit dem Maschinenbau.

GM und Sichuan Tengzhong hatten im Oktober vergangenen Jahres den Kauf verkündet. Das Geschäft hat nach Medienberichten ein Volumen zwischen 150 Millionen und 200 Millionen US-Dollar (derzeit zwischen 110 Millionen und knapp 150 Millionen Euro). Hummer brockte GM zuletzt Verluste ein, der Absatz war angesichts hoher Spritpreise und der Wirtschaftskrise eingebrochen.

Neben Hummer trennt sich General Motors im Zuge seiner Sanierung von der schwedischen Tochter Saab. Dieser Verkauf an den niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker gilt als sicher, nachdem die Europäische Investitionsbank (EIB) einen Kredit bewilligt hatte, für den die schwedische Regierung bürgt. Noch im Februar soll das Geschäft festgezurrt werden. (dpa) / (ssu)