Kernige Familienkutsche: Unterwegs im Renault Scénic Conquest
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Gutes Platzangebot
Reichlich Pluspunkte kann der Scénic beim Platzangebot und bei den Ablagemöglichkeiten sammeln. Hinzu kommt der ein oder andere Clou wie die horizontal verschiebbare Mittelkonsole. Praktisch ist auch der zusätzliche Innenraumspiegel, mit dem man die Passagiere auf den hinteren Plätzen im Auge behalten kann – Eltern kleiner Kinder dürften dieses Extra besonders schätzen. Die vorderen Sitze sind bequem und höhenverstellbar. Hinten gibt es drei Sitze, die einzeln verschoben werden können und den Passagieren im Fond angenehme Beinfreiheit bieten. Dank der hohen Fahrgastzelle sitzen auch große Personen angenehm.
Diverse Ablagen, viel Stauraum
Ablagemöglichkeiten gibt es unter anderem in einem großen Handschuhfach, in verschließbaren Staufächern in den Armlehnen der vorderen Türen, in Schubladen unter den Sitzen und in einem 15-Liter-Fach in der Mittelkonsole. Auch in den Gepäckraum passt einiges, er fasst zwischen 430 und maximal 1840 Liter. Dazwischen gibt es verschiedene Umbauvarianten. Bei den hinteren drei Sitzen können – jeweils einzeln – die Lehnen umgelegt, die Sitze nach vorne geklappt oder komplett ausgebaut werden. Zusätzlich lässt sich beim Beifahrersitz die Lehne nach vorne klappen, um lange Gegenstände zu transportieren. Allerdings erfordert die Handhabung des Sitzsystems ein wenig Übung.
Kein Geländewagen
Und wie fährt sich der Franzose im Offroad-Look? Er ist und bleibt ein Familienvan und wird auch als Conquest nicht zum Geländewagen. Auf Feldwegen traut man sich dank der erhöhten Bodenfreiheit ein bisschen schneller zu fahren und hat weniger Angst, bei Unebenheiten aufzusetzen. Auf festem Asphalt überzeugt der Scénic Conquest mit ordentlichem Fahrkomfort. Kurven nimmt er souverän, die Lenkung spricht direkt an, und die Sechsgang-Schaltung arbeitet leichtgängig. Der Dieselmotor macht sich für unseren Geschmack etwas zu deutlich bemerkbar. Zum einen akustisch: Gerade wenn er kalt ist, nagelt der 1,9-Liter-Turbodiesel ordentlich. Zum anderen kommt der 130 PS starke Selbstzünder erst ab knapp 2000 Umdrehungen in Schwung, darunter ist er etwas durchzugsschwach. Jenseits dieser Grenze beschleunigt der Franzose dagegen anständig und gleichmäßig, und dies auch bei hohen Geschwindigkeiten. Maximal ist Tempo 190 möglich.