Melkus RS 2000: Sachsenrenner auf der IAA
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Leichtbau mit Lotus-Technik
Ähnlich wie Mercedes beim SLS AMG setzt auch der Melkus RS 2000 auf historische Parallelen. Wichtigstes Merkmal sind in dieser Hinsicht natürlich die Flügeltüren des RS 2000. Sie dienen nicht nur der Optik, sondern sollen auch den Ein- und Ausstiegskomfort verbessern. Wie beim Vorgängermodell ist auch der neue Melkus als Leichtbausportwagen konzipiert, das Leergewicht beträgt 950 Kilogramm. Um das zu erreichen, nutzen die Dresdner wie einst fremde Technik. Weite Teile der Technik des Mittelmotor-Coupés stammen aus dem Modell Exige der Leichtbau-Profis von Lotus, schließlich verkauft die Melkus-Gruppe auch Fahrzeuge der Engländer. Um ein Leistungsgewicht von nur 3,5 Kilogramm pro PS zu erreichen, wurde der im Exige eingesetzte Zweiliter-Toyota-Motor mittels Kompressor auf 270 PS gepusht. In Verbindung mit einem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe erreicht der RS 2000 nach 4,9 Sekunden Tempo 100.
Technische Raffinessen zum Liebhaberpreis
Zur Grundausstattung des RS 2000 gehören unter anderem ein mechanischer Strömungslader mit Ladeluftkühlung, ein Sportfahrwerk und geschmiedete Leichtmetallfelgen. Auch ABS und Traktionskontrolle sowie Airbags für Fahrer und Beifahrer sind bereits inklusive. Für den Komfort sorgen eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber und ein Kofferraum mit 225 Liter Fassungsvermögen. Der mit Aluminium-Applikationen versehene Innenraum weist Sportsitze aus Leder auf. Melkus bietet allerdings für jeden Kunden die Möglichkeit der individuellen Ausgestaltung der Kabine. Wie sein Vorgänger vor vier Jahrzehnten ist auch der RS 2000 nicht billig: Mindestens 107.500 Euro sind zu investieren. Melkus ist sich bewusst, dass dieser Preis auf Liebhaber zielt und plant ab Oktober 2009 lediglich 25 RS 2000 pro Jahr zu fertigen. (rh)