Neues Anzeige- und Bedienkonzept fĂĽr die Mittelkonsole

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Wie alle Bedienkonzepte, deren zentrales Anzeigelement ein LCD ist, ist die Gestaltung der Inhalte im Prinzip beliebig und skalierbar, sodass ein Modul für unterschiedliche Fahrzeugausstattungen geeignet ist. Die RGB-LED-Hinterleuchtung der reinen Bedienbereiche ist dabei ein zusätzliches Argument, weil die Beleuchtung sich an verschiedene Innenräume anpassen lässt, ohne die Hardware selbst verändern zu müssen.

Dies alles sind Vorteile, die natürlich zunächst den Automobilhersteller erfreuen, weil er die Variantenvielfalt verringern kann, das spart Kosten in der Produktion. Was es für den Kunden bringt, ist schwieriger zu beantworten. Bei vielen Autofahrern ist der Glaube tief verankert, dass sich ein Fahrzeug nur vernünftig bedienen lässt, wenn man ordentliche Hebel, Schalter und Knöpfe vorfindet, die man unmissverständlich zu fassen bekommt. Die spannende Herausforderung für Unternehmen wie Conti besteht unter anderem darin zu beweisen, dass auch neue Bedienkonzepte leicht und sicher zu bedienen sein können, selbst dann, wenn man wie hier die Bedienelemente nur "streichelt" und die Rückmeldung nur durch reliefartige Oberflächen und Licht erfolgt.

Doch die Funktionsvielfalt zukünftiger Autos führt kaum an derartigen Konzepten vorbei, die Devise "eine Funktion, ein Bedienelement" ist nicht mehr aufrecht zu erhalten. Das Mittelkonsolen-Konzept von Conti ist dabei in zweierlei Hinsicht interessant: Die Technik hält sich im Hintergrund und ist der Funktion untergeordnet (auch wenn dies die Praxis noch bestätigen muss). Und die HMI-Designer haben sich nicht an Infotainment-Lösungen aus dem Alltag orientiert, die man gemütlich im Sessel sitzend bedienen kann. Es wäre auch fragwürdig, weil der eigentliche Zweck eines Autos – das Fahren – nur Bedienkonzepte verträgt, die so zurückhaltend wie eingängig sind. (ggo)