Röhrt wie ein Großer: Fiat Grande Punto Abarth esseesse im Fahrbericht

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Zudem enthält das Supersport-Paket das assetto-Fahrwerkskit. Es besteht aus weiß lackierten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, einem im Vergleich zum Grande Punto Abarth um 20 Millimeter tieferen Sportfahrwerk und einer Hochleistungsbremsanlage. Dieser Unterbau ist für sportliche Gemüter genau richtig: Die Federung gibt auch in engen Kurven kaum nach und erlaubt dem esseesse nur wenig Wankbewegungen. Die Frage nach einer gelungenen Feder-Dämpfer-Abstimmung wird geradezu im Keim erstickt. Beschleunigt man am Kurvenausgang zu früh, bestraft der Skorpion die Unbeherrschtheit allerdings mit bauartbedingtem Untersteuern. Auf schlechter Fahrbahn poltert das Fahrwerk gehörig, gleichzeitig versetzt das Fahrzeug seitlich. Für zart besaitete Fahrer und lange Autobahnstrecken ist die Abstimmung zu straff. Die Wirkung des Super-Boost-Knopfes auf dem Armaturenbrett, der auch dem Grande Punto Abarth beim Beschleunigen kurzfristig zu 20 Nm mehr Drehmoment verhilft, ist kaum zu spüren. Zudem ist der Weg des Schalthebels durch die Kulisse etwas hakelig und könnte genauer definiert sein.

Abarth verspricht einen Verbrauch von 6,9 Liter. Der minimale Durst des Italieners während unserer Fahrten belief sich dagegen auf 8,0 Liter. Sticht der Skorpion allerdings zu, stehen auch ganz schnell über zwölf Liter auf der Tankuhr. Hier regelt wie immer die Disziplin im Gasfuß den Durst nach frischem Super Plus aus der Zapfsäule.