Sauber und effizient: Der Smart Fortwo mit Elektroantrieb im Test

Seite 2: Sauber und effizient: Der Smart Fortwo mit Elektroantrieb im Test

Inhaltsverzeichnis

Kein Getriebe mehr
Auch im Innenraum finden sich nur wenige dezente Hinweise auf die Sonderstellung des Fahrzeugs. So etwa der Gangwahlhebel, der nur noch drei Stellungen hat: N für Neutral, R für Rückwärts- und D für Vorwärtsfahren. Die Möglichkeit Gänge zu wechseln, gibt es nicht. Das Getriebe wurde abgeschafft, zum Rückwärtsfahren wird der Elektromotor einfach umgepolt. Eine weitere Besonderheit ist der Notausknopf in der Mittelkonsole – eine für Elektrofahrzeuge in Großbritannien gesetzlich vorgeschriebene Funktion. Schließlich zeigt ein Rundinstrument statt der Motordrehzahl den Ladezustand der Batterie an.

Sauber und effizient: Der Smart Fortwo mit Elektroantrieb im Test (14 Bilder)

Sieht aus wie ein normaler Smart der ersten Generation: Der Fortwo ed

Die Zebra-Batterie
Bei dem Stromspeicher handelt es sich um eine so genannte Zebra-Batterie, die derzeit in der Schweiz hergestellt wird. Die Leistungseckdaten des 136 Kilo schweren Sodium-Nickel-Chlorid-Akkus: 15,5 kWh und 300 Volt. Mit randvoller Batterie fährt der 41 PS starke Zweitürer nach Angaben von Smart bis zu 115 Kilometer weit. Ist der Stromspeicher leer, lässt er sich an einer normalen 230-Volt-Steckdose aufladen. Die Ladezeit beträgt vier Stunden für 80 Prozent und acht Stunden für 100 Prozent Batterieleistung. Auch wenn der Wagen nicht bewegt wird, muss er regelmäßig an die Steckdose, da sich der Akku innerhalb von fünf Tagen selbst entlädt. Die Lebensdauer der Zebra-Batterie gibt Smart mit zehn Jahren, 1000 Aufladungen oder 70.000 bis 80.000 Kilometer an.

Flotter Antritt
Im herkömmlichen Sinn muss der Smart ed nicht gestartet werden. Ein Dreh am Zündschlüssel und der Wagen ist fahrbereit. Ein akustische Rückmeldung – wie zum Beispiel durch ein Motorengeräusch – gibt es nicht. Den Gangwahlhebel auf D gelegt, ein Tritt auf das „Gaspedal“ und der Elektro-Zwerg zischt los. Mit dem Pedal kann man die Geschwindigkeit genauso fein justieren wie bei jedem anderen Auto auch. Voll durchgetreten zieht der Kleine sogar beeindruckend flott voran. Der Sprint von 0 auf 60 km/h ist nach nur 5,7 Sekunden zu Ende. Damit ist der ed in etwa so antrittsstark wie die Brabus-Version des Fortwo. Doch jenseits der 60 km/h wird der Geschwindigkeitszuwachs beim Elektrofahrzeug zäh. Bis man die auf 112 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit erreicht, fließt reichlich Wasser die Themse entlang.