Schlanker Kurvenstar: Die Neue Generation des BMW 7er

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Ebenfalls neu beim 7er ist eine optionale Hinterachslenkung. Ähnliches bietet auch Renault im Laguna an, doch das BMW-System interagiert mit der serienmäßigen Aktivlenkung. Deshalb haben sich die BMW-Wortkünstler die Bezeichnung Integral-Aktivlenkung einfallen lassen. Die hinteren Räder werden je nach Geschwindigkeit mithilfe eines Elektromotors um bis zu drei Grad eingeschlagen. Bei unter 60 km/h drehen sich die Räder entgegen dem Lenkeinschlag, darüber im gleichen Sinn. Von außen ist das nicht wahrnehmbar. Doch wird der 7er dadurch selbst in der Langversion erstaunlich handlich, wie wir uns in engen Kurven überzeugen konnten. Der Wendekreis soll je nach Fahrtempo um bis zu 70 Zentimeter kleiner werden.

Bei hohem Tempo wird für die Insassen zum Beispiel ein Spurwechsel weniger stark spürbar, verspricht BMW. Denn durch die Hinterachslenkung werden Gierrate und Querbeschleunigung voneinander entkoppelt. Man gleitet fast im rechten Winkel zur Fahrtrichtung hinüber auf die nächste Autobahnspur, eine Bewegung um die vertikale Achse bleibt fast aus. Das System kostet 1750 Euro Aufpreis.

Alle 7er werden mit einer etwas verbesserten Sechsgang-Automatik angeboten. Zwischen den Modi P, D, N und R wird nun nicht mehr über einen Hebel an der Lenkachse umgeschaltet, sondern wieder konventionell über einen Wahlhebel auf der Mittelkonsole. Auch das iDrive-Bediensystem wurde verändert. Dass die Dämpfer nicht mehr über den Monitor eingestellt werden, sondern per Schalter, haben wir schon erwähnt. Überhaupt geht BMW wieder einen Schritt zurück und verlegt Funktionsregler vom iDrive zurück auf separate Bedienelemente. So wird die Richtung der Belüftung – Kopfraum, Fußraum oder Frontscheibe – nun ganz konventionell über einen Schalter in der Mittelkonsole eingestellt. Außerdem gibt es für die Wahl der Grundfunktionen Radio, CD, Navigation, Telefon, Menü, Zurück und Option nun Extratasten, die um den kleiner gewordenen Bedienknopf herum angeordnet sind. Auch das übrige iDrive-Konzept wurde überarbeitet. Der Monitor misst nun 10,2 statt 8,8 Zoll, auch die Auflösung wuchs. Darüber hinaus gibt es beim Controller, also dem Knopf, mit dem man durch die auf dem Monitor gezeigten Elemente durchsucht und auswählt, nur mehr vier statt acht Bewegungsrichtungen: links, rechts, oben und unten. Auf dem Monitor wurde die Windrose durch eine Baumstruktur ersetzt.