Ă–ko-Aktivist: Cadillac Provoq mit Brennstoffzellenantrieb

Die Frage, wo der Wasserstoff herkommen soll, kann noch keiner beantworten. Dennoch, in Zeiten knapper werdender Resourcen setzen einige Automobilhersteller auf den Brennstoffzellenantrieb, so auch Cadillac mit der Studie Provoq

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Von
  • rhi
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Detroit (USA), 8. Januar 2008 – Auf der diesjährigen Automobilmesse in Detroit vom 19. bis 27. Januar 2008 versuchen die US-Hersteller, mit umweltfreundlichen Konzepten zu punkten. Die GM-Tochter Cadillac zeigt ein SUV, das die neueste Brennstoffzellentechnologie bieten soll.

Unter der Hülle des Cadillac Provoq steckt ein Brennstoffzellensystem der „fünften Generation“, das nur halb so groß ist wie der bisherige Zellenblock, aber dennoch eine höhere Leistung als dieser bietet. Der Provoq kann laut GM mit einer Füllung Wasserstoff 483 Kilometer weit fahren. Zudem ist er theoretisch dazu in der Lage, rein elektrisch eine Strecke von 32 Kilometern zu bewältigen. Von praktischem Wert ist die Angabe jedoch kaum – solange der Tank nicht leer ist. Denn der rein elektrische Betrieb bringt bei einem Brennstoffzellen-Hybridfahrzeug keine Emissionsvorteile. Vielmehr hilft der durch Rekuperation gewonnene und in einer Lithium-Ionen-Batterie gespeicherte Strom, in Beschleunigungsphasen zusätzliche Leistung zur Verfügung zu stellen. Das entlastet die Brennstoffzelle und senkt so den Wasserstoffverbrauch.

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Der Cadillac Provoq ist im Stil der jĂĽngsten Modelle der Marke gehalten

Sechs Kilogramm dieses Brennstoffs sind in zwei Verbundtanks unter der Ladefläche bei einem Druck von 700 bar gespeichert. Von dort aus wird der Wasserstoff an den Brennstoffzellen-Stack unter der Motorhaube gefördert. Hier wird schließlich die chemische Reaktionsenergie, die bei der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff entsteht, in elektrische Energie umgewandelt. Laut Cadillac stellen die Brennstoffzellen eine kontinuierliche Leistung von bis zu 88 Kilowatt zu Verfügung. Der Block mit Lithium-Ionen-Batterien kann zudem insgesamt bis zu 9 kWh elektrischer Energie speichern und bei Bedarf eine zusätzliche Leistung von maximal 60 Kilowatt abgeben.

Die elektrische Energie wird an ein 70-Kilowatt-Antrieb für die Vorderräder und 40-Kilowatt-Radnabenmotoren mit Einzelantrieb an den Hinterrädern geleitet. In Verbindung mit Allradantrieb soll der Cadillac Provoq in 8,5 Sekunden auf 100 km/h spurten, die Spitzengeschwindigkeit wird mit 160 km/h angegeben.