Ein Drucker, viele Macs: Geräte bei Apple freigeben
Seite 4: CUPS-System verwenden
Mac OS X verwendet intern das Unix-Drucksystem CUPS. Diesen Umstand kann man sich auch beim Printer-Sharing am Mac zunutze machen, wenn es anders nicht geht. Unter Mac OS gilt es zunächst die Adresse des Druckers herauszufinden. Starten Sie dazu einen Browser und geben als URL
http://localhost:631
ein, um zur Verwaltung von CUPS zu kommen. Bis 10.6.8 klicken Sie in der mittleren Spalte auf "Drucker und Klassen hinzufĂĽgen", auf der nächsten Seite auf "VerfĂĽgbare Drucker auflisten" und schlieĂźlich auf den Reiter "Drucker". Falls noch nicht geschehen, blenden Sie die Statusleiste ein (bei Safari im MenĂĽ "Darstellung) und fahren mit dem Mauszeiger ĂĽber den Eintrag des Druckers. Unten in der Statusleiste erscheint nun hinter "gehe zu" die URL des Printers wie beim iP4950 etwa "http://localhost:631/printers/Canon_iP4900_series". Der vom Anwender änderbare Name, den Mac OS X in der Systemeinstellung anzeigt, taucht hier nur unter "Beschreibung" auf und ist fĂĽr CUPS nicht Âentscheidend.
Auf Windows-Seite legen Sie in der Systemsteuerung "Geräte und Drucker" einen neuen Druckereintrag an. Dann wählen Sie "Einen Netzwerk-, Drahtlos- oder Bluetoothdrucker hinzufĂĽgen" aus und klicken Âdoppelt auf "Der gesuchte Drucker ist nicht aufgefĂĽhrt". Unter "Freigegebenen Drucker ĂĽber den Namen auswählen" tragen Sie nun die URL des Printers ein, ersetzen dabei aber „localhost“ durch den Gerätenamen des Mac, den man aus dessen Systemeinstellung "Freigaben" ablesen kann, oder durch seine IP-Adresse. Der Drucker wird nun Âgefunden und mit dem Hersteller-Treiber eingerichtet – ohne dass Sie letzteres Âverhindern könnten. In unserem Test funktionierte er wie zu erwarten nicht mit CUPS, sondern Âproduzierte wieder nur leere Seiten. Man muss ihn durch einen PostScript-ÂTreiber ersetzen.
Dazu machen Sie einen Rechtsklick auf das Gerätesymbol, wählen "Druckereigenschaften" und den Reiter "Erweitert". Hier starten Sie mit einem Klick auf "Neuer Treiber…" den zugehörigen Assistenten. In unserem Fall probierten wir es erfolgreich mit dem Treiber für den HP Color LaserJet 2800 Series PS. Beim Drucken von Dokumenten fehlen bei dieser Methode die druckerspezifischen Einstellmöglichkeiten wie Papiersorte, -fächer, Ränder, Qualität oder Duplex, aber immerhin war die Farbausgabe in Normal-Qualität möglich.