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VoIP einrichten
Das Einrichten der Skype-Anwendung geht sehr leicht von der Hand: Es genügt, die Applikation aus dem App Store des iPhone oder – bei Symbian-Smartphones – aus Nokias Ovi Store zu installieren. Die Symbian-Software ist auch auf der Skype-Website direkt zu finden, doch klappt der Download nur mit Modellen, die auf der Kompatibilitätsliste stehen.
Besitzt man zum Beispiel ein Nokia E75 oder ein S60-3rd-Edition-Gerät von Samsung wie das I7110 Pilot, kann man es mit der Beta-Version versuchen, die Skype offiziell nicht mehr unterstützt, die aber in einigen Software-Sammlungen im Netz noch zu finden ist. Auch die Windows-Mobile-Version hat Skype eingestellt.
Bei Geräten mit Nokias Linux-Betriebssystem Maemo wie dem Webtablet N810 oder dem Smartphone N900 ist Skype vorinstalliert. Für Besitzer anderer Smartphones (Android, Windows Mobile) gibt es den Dienst Fring, dessen App sowohl Skype als auch SIP und diverse Instant Messenger unterstützt [1].
Beim ersten Start des Skype-Clients reicht es, sich mit Nutzernamen und Passwort anzumelden oder einen neuen Zugang zu erstellen, wozu man nur eine E-Mail-Adresse angeben muss. Ein Prepaid-Guthaben ist erst erforderlich, wenn man mit dem Skype-Client Rufnummern in anderen Telefonnetzen wählen will. Zum Anrufen von Skype-Kontakten reichen die Nutzernamen.
Etwas komplizierter ist die Konfiguration eines SIP-Zugangs, so der Anbieter keine vorkonfigurierte App anbietet. Alle halbwegs aktuellen Symbian-Smartphones besitzen zwar einen SIP-Client, eine frei konfigurierbare Internet-Telefonie-Anwendung bieten jedoch nur wenige Modelle wie Nokias N95 oder E51.
Die meisten ESeries-Handys von Nokia installieren die nötige Software mit Hilfe eines Assistenten nach, bieten aber in der Regel keine für den gewählten Provider an. Dann sollte man es zunächst mit einem Firmware-Update versuchen. So stellte unser Testgerät E75 zunächst nur den Dienst Gizmo zur Wahl. Nach Aktualisierung der Firmware über das PC-Programm Ovi-Suite 2 erschien in der Auswahl auch ein Client für Sipgate.
Bei der automatischen Einrichtung sollte man auf die richtigen Angaben zu Benutzernamen und Passwort achten: Wie Sipgate verwenden viele Anbieter unterschiedliche Zugangsdaten fĂĽr ihre Website und fĂĽr den Zugriff auf die VoIP-Server. Die korrekten Einstellungen finden angemeldete Sipgate-Kunden auf der Website im Hilfecenter unter Konfiguration/Nokia VoIP-Client. Diese Zugangsdaten braucht man auch beim manuellen Einrichten etwa des E51.
Sipgate-Installation (6 Bilder)

Sipgate-Installation
Die wichtigste Angabe ist außer dem Internetzugang – die Clients nutzen dazu nur WLAN – der öffentliche Benutzername. Er nennt sich auch Uniform Resource Identifier (URI), ersetzt bei internen SIP-Verbindungen die Rufnummer und hat das Format „sip:12345@beispiel-server.de“. „12345“ steht für den Benutzernamen und „beispiel-server.de“ für die Domain des Anbieters.
Außerdem braucht der SIP-Client die Adresse und Anmeldedaten für den Proxyserver (als UDP-Port verwendet man, so der Anbieter nichts anderes vorgibt, den SIP-Port 5060) und den Anmeldeserver. Treten Probleme mit einem NAT-Router auf, trägt man statt des Anmeldeservers den vom Provider angegebenen STUN-Server ein. Wichtig: STUN-Server nutzen einen anderen Port (3478 oder 3479) als SIP.
Der Android Market stellt zum Voipen über SIP-Dienste den guten Client Sipdroid bereit, der sich für verschiedene Anbieter konfigurieren lässt, auch die Mobilfunknetze nutzt und in den Einstellungen verschiedene Sprachcodecs bereitstellt.
FĂĽr das iPhone gibt es nicht nur eine Skype-Software, auch viele SIP-Provider bieten eine eigene App fĂĽr ihren Dienst. Der Vorteil liegt in der einfacheren Konfiguration: Man braucht nur noch die Zugangsdaten fĂĽr die VoIP-Server einzutragen.
Während die SIP-Programme für Symbian OS nur WLAN als Internetzugang zulassen, erlaubt der Sipgate-Client des iPhone auch das Voipen per Mobilfunk, warnt aber vor einer Verletzung der Vertragsvorgaben (die Netzanbieter schließen die Nutzung von VoIP-Diensten in der Regel aus). Die Skype-Software des iPhone verlangt dagegen zwingend eine WLAN-Verbindung.