Miniaturisierung mit LEDs
Seite 3: 3M MPro110 und Aiptek PocketCinema
3M MPro110
Das LCoS-Gerät ist der einzige Mikrobeamer im Test, den man auch mit dem beiliegenden Adapterkabel an den VGA-Ausgang eines Computers anschließen kann. Er schafft eine Auflösung von 640 × 480 Pixeln. Unter den Mikrobeamern erreichte der MPro110 mit 10,2 Lumen den höchsten Lichtstrom. Das nützt jedoch wenig, denn seine Projektion wirkt grundsätzlich flau. Wir ermittelten einen Maximalkontrast von 189:1 und einen In-Bild-Kontrast von 50:1 – das sind sehr schwache Werte, lediglich der Aiptek-Beamer ist noch kontrastärmer. Bei der Farbdarstellung ist das 3M-Gerät wiederum einsames Schlusslicht: Alle Farben wirken extrem blass. Die 3M-Ingenieure haben nach eigenen Aussagen bereits eine neue Version des Panels fertiggestellt, das deutlich bessere Farben liefern soll. Dieses soll im Nachfolgemodell eingesetzt werden.
Der Akku des MPro110 hält lediglich etwas mehr als eine Stunde lang, dann muss der Beamer wieder ans Stromnetz. Das Objektiv lässt sich etwas präziser einstellen als bei den anderen Geräten.
Aiptek PocketCinema
Der handygroße PocketCinema nimmt Composite-Signale entgegen, hat aber auch – wie sonst nur das LG-Gerät – einen Medienplayer an Bord. Das ist sehr sinnvoll, denn was nützt einem der kleinste Projektor, wenn man immer einen externen Zuspieler mitschleppen muss? MP3s, JPG-Bilder oder Videos kann man entweder von SD-Karte oder dem internen 1-GByte-Speicher abspielen. Bei Musik- und Bilddateien klappt das wunderbar, bei Videos zeigte sich der Aiptek-Beamer sehr wählerisch. Laut Datenblatt soll er MPEG-4/H.264-Videos abspielen können, im Test schluckte er aber keine einzige von uns getestete Datei – bei einigen stürzte er sogar ab und war nur noch durch Entfernen des Akkus wieder zum Leben zu erwecken. Erst nachdem wir die Videos mit der mitgelieferten Software neu kodierten, wurden sie abgespielt.
Der V10 arbeitet mit derselben 3M-LCoS-Projektions-Engine wie der Mpro110 und erreicht ebenfalls eine Auflösung von 640 × 480 Pixeln. Seine Farbdarstellung ist nur etwas besser als beim 3M-Projektor, allerdings enttäuscht er in puncto Kontrast auf ganzer Linie: Wir haben einen Maximalkontrast von lediglich 39:1 gemessen, der In-Bild-Kontrast liegt bei 31:1.
Der Akku hielt 83 Minuten durch – für die meisten Spielfilme zu wenig. Praktisch: Aiptek liefert ein Ministativ sowie eine Fernbedienung mit.