Kostenlose Streamingdienste: Alternativen zu Netflix, Disney+ und Co.
Seite 3: Popcorntimes
Der im Januar 2020 gestartete Streamingdienst Popcorntimes ist nicht zu verwechseln mit der Bit-Torrent-Clientsoftware Popcorn Time, die als illegale Filmtauschbörse diente. Zu Popcorntimes gibt es weder eine App noch Konto-Funktion: Die Filme lassen sich ausschließlich als Video-on-Demand legal über den Browser streamen und benötigen keine Anmeldung.
Der Dienst ist kostenlos und finanziert sich über Werbeunterbrechungen mit mehreren Spots, die sich nicht überspringen lassen. Im Vergleich zu anderen Streamingdiensten sahen wir aber weniger Werbeeinblendungen. Der Fokus liegt auf Filmklassiker zwischen 1910 und 2010. Als kleinen Zusatzservice bietet Popcorntimes ausgewählte Trailer zu den aktuellen Kinofilmen an.
Zum Teil Kinoklassiker des vergangenen Jahrhunderts
Die Auswahl an Rubriken ist groĂź: Action, Comedy, Thriller, Drama, Mystery, Krimi, Klassiker, Science Fiction, Abenteuer, Krieg, Fantasy, Western, Stummfilme, Geschichte, Dokumentationen, Animation, Horror, Bollywood, Sport, Musik-Dokumentationen, Natur-Dokumentationen, TV-Film, Musik und Musicals.
Popcorntimes ist nach Aussage der Anbieter auch ein Filmarchiv, welches die Digitalisierung und Monetarisierung von älteren Filmwerken unterstützt. Hier findet man vor allem alte Filme mit Charlie Chaplin, Stan Laurel und Oliver Hardy, sowie Buster Keaton.
Die Filmauswahl sehen Sie im Browser in Form von Miniaturansichten – eben so, wie das auch sonst bei Streaming-Diensten üblich ist. Sobald Sie die Maus über einer Kachel bewegen, zeigt der Dienst Informationen über Produktionsjahr, Länge und eine Kurzbeschreibung des Films an. Eine Suchfunktion fehlt jedoch. Die Filme gibt es nur mit Originalton, Untertitel oder alternativen Originalton sucht man hier vergeblich. Aus lizenzrechtlichen Gründen ist der Streamingdienst nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzbar.
Während der Sichtungen stachen ein paar Klassiker heraus: Popcorntimes bietet 20.000 Meilen unter dem Meer in der Version von 1916 an, verfilmt von Stuart Paton mit den allerersten Unterwasseraufnahmen, die Teil eines Spielfilms waren. Die Geschichte von Jules Verne, handelt von den Erlebnissen des Professors Aronnax in den Tiefen des Meeres.
Außerdem zu empfehlen: die 39 Stufen – ein Klassiker von 1935 unter der Regie von Alfred Hitchcock. In dem Thriller rutscht Richard Hannay, gespielt von Robert Donat, in eine Agentengeschichte rein und muss vor Polizei und feindlichen Spionen flüchten.
- Viele frĂĽhe Filmklassiker des vergangenen Jahrhunderts
- einfache MenĂĽfĂĽhrung
- Nur wenige und qualitativ eher durchschnittliche Inhalte ab 2000
- Keine Suche, keine Untertitel