Preiswerte Langläufer

Seite 6: LG GT540 und Nokia C5-00

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Das keilförmige Gehäuse des GT540 liegt gut in der Hand. Das helle, aber deutlich winkelabhängige Display lässt sich in der Sonne mäßig bis schlecht ablesen. Trotz HVGA-Auflösung (320 × 480) erhielt es nur 92 Ergebnisse für „documents“ im Market. Mittlerweile gibt es ein Update auf Android 2.1 für das schon etwas ältere Modell. Die beiden Sensortasten unter dem Display reagieren erst auf deutlichen Druck, Home- und Telefontasten haben einen fühlbaren Druckpunkt. LG liefert das Gerät mit einem Java2ME-Interpreter aus; auch sonst ist es mit Augmented-Reality-Browser, RSS-Viewer, Quickoffice, Shazam, Sprachmemo und Videoeditor gut bestückt. Der Mailclient kommt auch mit – nicht zu großen – Anhängen gut klar und reicht sie an die Viewer weiter. Surfen macht mangels Multitouch nicht so viel Spaß.

Die langsame Kamera braucht zwei bis drei Sekunden zum Scharfstellen und Auslösen – nichts für Schnappschüsse. In der Fotoanwendung stehen viele Einstellungsoptionen, Gesichtserkennung, und ein Timer bereit. Das GT540 liefert abgesehen vom deutlichen Farbrauschen akzeptable Ergebnisse, allerdings fallen einige Rand-Unschärfen auf. Helle Flächen überstrahlen. Bei gutem Licht taugen die Bilder für kleinformatige Abzüge. Videos nimmt die Kamera in VGA (640 × 480) auf. Sie ruckeln bei der Wiedergabe leicht und zeigen einige Kanten-Artefakte bei Bewegungen. Musik gibt das Smartphone in akzeptabler Qualität wieder. Als Videoformat kennt es auch DivX und spielt auch 480 × 272 ohne viel Geruckel ab.

Nokia zeigt mit dem C5, dass es auch ohne Touchscreen geht: Das Symbian-Smartphone sieht wie ein einfaches Handy aus und passt in enge Hosentaschen. Die breiten Tasten lassen sich gut bedienen. Der microSD-Slot ist von außen zugänglich. Das winzige, im Sonnenlicht kaum lesbare Display ist dagegen ein dicker Minuspunkt, surfen will man damit nicht.

Die Bedienung der S60-3rd-Edition-Oberfläche klappt per Wähltasten und Steuerkreuz nach etwas Gewöhnung gut, bei der Texteingabe wünscht man sich aber eine Qwertz-Tastatur. Zu den Vorzügen des C5 gehören ein guter, mit Outlook abgleichbarer Organizer (die PC-Software Ovi-Suite findet man auf der Speicherkarte), ein brauchbarer MailClient und die Onboard-Navigation Ovi Karten, die mit vernehmlichen Lautsprecheransagen, zuverlässigem GPS und Fußgänger-Modus sehr nützlich ist.

Die einfache Fixfokus-Kamera löst nach gut 0,5 Sekunden aus; zu den Fotofunktionen gehören Panorama- und Serienbilder, ein Selbstauslöser sowie verschiedene Motivprogramme. Die mäßig scharfen Fotos weisen wenig Detailverlust auf, aber störende Artefakte vom Rauschfilter und in dunklen Bereichen heftiges Farbrauschen. Für Spaßbilder reicht das C5 vollkommen. Die VGA-Videos ruckeln und zeigen kaum Details. Der Musikspieler kennt abgesehen von Ogg Vorbis alle gängigen Audioformate, das Headset liefert für den Alltag einen brauchbaren Klang. Eine Klangregelung fehlt. Der für Videos zuständige Realplayer spielt Clips bis 480 × 272 fast ruckelfrei ab, auch Flashvideos (FLV) gibt er wieder, aber kein DivX.