Preiswerte Langläufer
Seite 7: Nokia C6-00 und Palm Pixi Plus
Nokia C6-00
Das robuste, mit 152 Gramm recht schwere C6 eignet sich mit seinem großen Touchscreen deutlich besser zum Surfen als das C5 und dank einer ausschiebbaren Tastatur mit sicher bedienbaren, gewölbten Tasten auch zum Mailen. Für Umlaute gibt es separate Tasten, die aber ungewohnt platziert sind. Ein Steuerkreuz hilft beim Positionieren des Cursors. Das helle, in der Sonne gerade noch lesbare Display bietet mit 360 × 640 Pixeln die höchste Auflösung im Test, kennt aber keine Multitouch-Bedienung. Praktisch ist der von außen gut zugängliche microSDHC-Slot.
Die Touchscreen-Variante der S60-Bedienoberfläche (5th Edition) lässt sich besser bedienen als die des C5, kann beim Scrollen aber nicht mit der Konkurrenz mithalten; zum Aufrufen muss man Icons beispielsweise zweimal antippen. Mit gutem Organizer und Mailprogramm, zahlreichen Tools und Clients für soziale Netze und Webdienste stellt das C6 eine sehr gute Ausstattung bereit. Auch die Ovi-Navigation ist mit an Bord. Der Browser kann trotz Flash nicht überzeugen.
Die 5-Megapixel-Autofokus-Kamera hält mit vielen Oberklasse-Smartphones locker mit. Sie braucht rund 1,5 Sekunden zum Scharfstellen; Serienbilder, Auslösetimer und Motivprogramme stehen zur Wahl. Die Bilder weisen eine akzeptable Schärfe und Detailwiedergabe auf und überstrahlen wenig. In dunklen Bereichen fällt Farbrauschen auf, bei Kunstlicht ein Rotstich. Gut belichtete Fotos eignen sich bestens für Abzüge. Die sonst flüssigen VGA-Videos ruckeln bei Schwenks etwas. Musik klingt über das in puncto Multimedia ansonsten mit dem C5 vergleichbare C6 noch besser, der Player bietet zudem sechs Klang-Presets. Als Videospieler schneidet das C6 wegen des großen Displays besser ab.
Palm Pixi Plus
Das kleine und leichte Pixi Plus liegt wie eine Muschel in der Hand. Unter dem im Sonnenlicht noch lesbaren 2,6-Zoll-Bildschirmchen nimmt ein Sensorbereich Fingergesten entgegen, mit denen man zum vorigen Schritt gelangt oder die Card-Ansicht des Taskmanagers aufruft. Auf der winzigen Qwertz-Tastatur lässt sich dank runder Gummitasten mit zwei Daumen passabel tippen. Der Touchscreen nimmt auch Multitouch-Gesten an.
Die WebOS-Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber danach sehr eingängig: Anwendungen laufen im Vordergrund oder in einer Kartendarstellung, die man mit dem Finger durchblättern kann, im Hintergrund weiter, zum Beenden schiebt man sie nach oben, Einträge aus Listen wie E-Mails löscht man durch Herausstreichen nach rechts. Zur Ausstattung gehören ein einfaches Adressbuch, das etwa für Postadressen nur ein Feld bietet, ein mit Google, Exchange oder Facebook synchronisierbarer Kalender, Aufgabenliste und Dokumenten-Viewer. Weitere Anwendungen installiert man aus dem App Catalog, der rund 3200 Apps bereithält. Surfen lässt sich mit dem Pixi dank Multitouch-Zoom gut, nur stört der kleine Bildschirm; Flash kennt der Browser nicht. Internetverbindungen gibt man via WLAN WPA-gesichert an Notebooks weiter. GPS nutzen nur die Kamera und Google Maps, Navigation gibt es für WebOS nicht.
Zum Knipsen ist eine 2-Megapixel-Fixfokus-Kamera (etwa 0,5 Sekunden Auslöseverzögerung) vorhanden und eine sehr einfach gehaltene Fotoanwendung. Die sehr dunklen Bilder bieten kaum Details und wirken wegen der starken Nachbearbeitung wie gemalt und taugen nur als Spaßfotos. Etwas besser sehen die flüssigen VGA-Videos aus, doch zeigen auch sie kaum Details. Musik und Videos spielt das Pixi Plus nur in wenigen Formaten ab; die Microsoft-Formate WMA und WMV, Ogg Vorbis, DivX oder Flash werden nicht erkannt. Teilweise ruckeln schon QVGA-Filmchen deutlich.