Preiswerte Langläufer

Seite 9: Samsung S5330 Wave 533 und Sony Ericsson Xperia X8

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Groß, aber überraschend leicht ist das Wave 533. Wie das deutlich schwerere Nokia C6 besitzt es eine längs ausschiebbare Qwertz-Tastatur. Die gummierten Tasten bedient man auch mit großen Daumen sicher. Die Umlaute erscheinen als Alternative auf dem Touchscreen, nur fürs ß gibt es kurioserweise eine eigene Taste. Das in der Sonne mäßig bis schlecht lesbare Display ist kapazitiv und multitouchfähig.

Samsung setzt wie beim Galaxy 3 die Bedienoberfläche TouchWiz ein, daher ähneln sich beide Modelle in puncto Bedienung. Das Wave 533 läuft jedoch mit dem herstellereigenen Bada-Betriebssystem mit einigen Unterschieden zu Android. So gibt es eine mechanische Menütaste, mit der man bei längerem Druck einen Taskmanager aufruft. Der Bada-Organizer ist sehr umfangreich, der Terminkalender verwaltet auch Teilnehmerlisten und lässt sich mit Exchange- oder Facebook-Kalendern, nicht aber mit Google abgleichen. Für die Google-Dienste Search, Maps und Mail steht ein eigenes Widget bereit. Weitere Apps installiert man über den Shop Samsung Apps, der bislang wenig Auswahl bietet. Der gute Mail-Client und der Multitouch- aber nicht Flash-fähige Webbrowser Dolfin runden die Ausstattung ab.

Die Kamera des Wave 533 hat kein Autofokus-Objektiv und löst als gute Schnappschusskamera sehr schnell aus. Die Fotoanwendung stellt Serien- und Panoramabilder, Szenenprogramme und einen Selbstauslöser bereit. Die Fotos sind stark nachgeschärft, daher fallen deutliche Schärfungsartefakte auf, auch stören starkes Überstrahlen und Farbrauschen auf dunklen Flächen. Die Farbwiedergabe gefällt – für Spaßfotos ist die Kamera ideal. Wie bei den anderen Samsung-Modellen gibt es auch beim Wave 533 nur ruckelige QVGA-Videos. Bis auf Ogg Vorbis spielt der Musikplayer alle gängigen Formate und liefert über das Headset einen guten Sound, den man mittels Presets an den eigenen Geschmack anpassen kann. Videos spielt das Wave 533 nur bis QVGA ab, höhere Auflösungen verweigert es, AVI und WMV kennt es nicht.

Das Xperia X8 stammt vom teureren Modell Xperia X10 Mini ab und wurde noch mit Android 1.6 ausgeliefert, doch stellt Sony Ericsson ein Update auf 2.1 bereit. Weitere, etwa auf 2.2 soll es aber nicht mehr geben. Das leichte, aber knarzige Plastikgehäuse lässt sich durch bunte Wechselschalen aufpeppen. Im Sonnenlicht ist der 3-Zoll-Touchscreen schlecht lesbar. Obwohl er eine kapazitive Touchfunktion besitzt, kennt das Smartphone keine Multitouch-Gesten. Die Bedienoberfläche des Herstellers nutzt die kleine Displayfläche gut aus: In den vier Ecken der Startbildschirme gibt es je einen Shortcut zu viel genutzten Funktionen wie Mail, Musikplayer oder Telefon. Die Kontakte stellen nur ein Feld für Name und Postadresse bereit. Der Mail-Client zeigt keine Office-Anhänge an und speichert sie auch nicht. Beim Surfen vermisst man Multitouch und ein größeres Display. Für Communities gibt es den Aggregations-Dienst Timescape, um Exchange-Dienste kümmert sich die Roadsync-App. Der Market führt unter „documents“ klägliche 76 Anwendungen auf – zum Vergleich: Das Nexus One meldet 175.

Die Fixfokus-Kamera löst schnell aus, die einfache Fotoanwendung stellt nur vier Szenenprogramme zur Wahl, weitere Optionen gibt es nicht. Die Bilder sind etwas unscharf und verwaschen und zeigen kaum Details. Für Spaßfotos reicht es gerade so. Als Videokamera nimmt das Xperia X8 flüssige VGA-Clips auf, die zwar einige Artefakte enthalten, aber auf dem PC-Monitor noch vorzeigbar sind. Der Musikspieler kennt Ogg Vorbis, aber kein WMA, das mitgelieferte Headset klingt etwas bassarm, eine Klangregelung fehlt. Videos gibt das X8 nur in den Formaten 3GP und MPEG-4/AVC wieder, selbst QVGA-Clips mit höherer Bitrate ruckeln schon deutlich.