Telefonbetrug erkennen und Täuschung vermeiden: So schützen Sie sich

Seite 5: Tech-Support-Scam: Der Microsoft-Mitarbeiter, der ungefragt Ihren Rechner reparieren will

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Ein vermeintlicher Supportmitarbeiter ruft Sie an und informiert Sie ĂĽber ein angebliches Software- oder Lizenzproblem Ihrer Windows-Installation?

In so einem Falle: Sofort auflegen und auf keinen Fall irgendwelche Daten herausgeben! Weder Lizenznummern noch persönliche Daten sollten Sie telefonisch an diese Anrufer weiterleiten.

Gestatten Sie unter keinen Umständen den Betrügern den Zugriff auf Ihren Rechner. Laden Sie nichts herunter, was solche Anrufer von Ihnen fordern und lassen Sie sich nicht verleiten, bestimmte Websites anzusteuern. Falls die Telefonbetrüger Zugriff auf den Rechner haben, kappen Sie die Internet-Leitung. Entfernen Sie die von denen installierte Software, und überprüfen Sie das System. Gegebenenfalls muss Windows neu installiert werden.

Und lassen Sie sich auf keinen Fall darauf ein, "LizenzgebĂĽhren" zu entrichten!

Diese Masche nennt sich "Tech-Support-Scam" und war bereits 2016 ein Thema der Kollegen der c't. Sie zielt darauf ab unbedarfte Windows-Nutzer abzuzocken: Der Angerufene soll dazu gebracht werden, einen Betrag zu überweisen, um scheinbar die Lizenz zu verlängern. In extremen Fällen überreden die Betrüger ihre Opfer, dass sie den Zugriff zum Rechner per Remote Desktop freigeben, um vorgetäuschte Computer-Probleme per Fernwartung lösen zu können. Die Anrufer sprechend dabei meist nur Englisch oder gebrochenes Deutsch.

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Microsoft weist darauf hin, dass sie niemals unaufgefordert anrufen, um Support für Fehler anzubieten. Sie fordern auch nie persönliche oder finanzielle Daten an. Erst recht verlangt Microsoft keine Bitcoins, Wertgutscheine oder Geschenkkarten.

Der Windows-Hersteller bietet im Netz eine Meldemöglichkeit für solche Betrugsanrufe auf seinen Supportseiten an.

Betrüger nutzen nicht nur Microsoft für ihre Fake-Anruf-Masche. Auch andere Firmen, wie die Comdirect-Bank, sind von solchen Betrügereien betroffen. Nach dem Absturz verschiedener Kryptowährungen Anfang 2022 waren auch Bitcoin-Nutzer ein Ziel von solchen Anrufen.