Objektive fĂĽr Spiegelreflex im Test: So gut sind gĂĽnstige Linsen wirklich
Seite 2: Landschaft bis Reportage: Irix 11 mm f/4.0, Irix 15 mm f/2.4, Walimex pro 35 mm f/1.4
FĂĽr Landschafts- und Architekturfotografen kann sich ein Blick auf die neuen Irix-Objektive 11 mm f/4.0 und 15 mm f/2.4 lohnen. Wer sich eher auf Reportage- beziehungsweise Streetphotography versteht, wirft dazu am besten noch einen Blick auf das Walimex pro 35 mm f/1.4.
Irix aus der Schweiz, Walimex – ein deutscher Markenname
Unter dem Namen Irix bietet das Schweizer Unternehmen TH Swiss außer Objektiven auch die passenden Filter an. Der selbstgesteckte Qualitätsanspruch ist hoch. Entsprechend gibt es die Objektive auch in zwei Varianten: Als Blackstone-Version sitzen sie im Metallgehäuse, als Firefly stecken sie im Plastiktubus und sind dann rund 100 Euro günstiger. Während wir das Irix 11 mm f/4.0 in der Blackstone-Variante getestet haben, orderten wir das Irix 15 mm f/2.4 als Firefly. Tatsächlich gefiel uns die Verarbeitung beider Varianten, beim Handling nehmen sie sich nichts. Ob Metall oder Plastik ist damit letztendlich eine Geschmacks- und Geldfrage.
Der Hersteller schützt Einstellringe und das Bajonett der Objektive mit einer Dichtung gegen Staub und Spritzwasser. Fokusring und der -Lock sind gerändelt. Das 11-Millimeter-Objektiv besitzt eine fest eingebaute Streulichtblende, das 15-Millimeter-Objektiv nicht. Dafür bietet Letzteres eine verschließbare Öffnung, über die ein adaptierter Filter verstellt werden kann. Bei beiden Objektiven können Fotografen einen Einschub am Bajonett außerdem mit den hauseigenen ND-Filtern bestücken.
Bildbeispiele: Irix 11 mm f/4.0, Irix 15 mm f/2.4, Walimex pro 35 mm f/1.4 (9 Bilder)

oben: f/4.0
unten: f/8.0
Walimex lässt seine Objektive unter anderem vom Samyang fertigen. In unserem Test tritt das Walimex pro 35 mm f/1.4 an. Es muss sich in Sachen Verarbeitung nicht hinter den beiden Irix-Modellen verstecken. Es überzeugte uns mit einer soliden Verarbeitung und seinem Metallbajonett. Ein weiterer Pluspunkt: Wie die Irix-Modelle teilt es Blendeneinstellungen mit der Kamera, sodass man sie auch von dort aus verändern kann. Damit kommen diese Objektive dem gewohnten Handling am nächsten. Wetterfest ist das Walimex pro nicht.
Überraschend gute Bildqualität
Die drei weitwinkeligsten Objektive im Test sind auch die drei besten. Gerade die beiden Irix-Objektive zeigen zentral bereits bei Offenblende eine vergleichsweise hohe Abbildungsleistung – wobei das 15-Millimeter-Objektiv bedingt durch seine größere Blendenöffnung von f/2.4 etwas schlechter abschneidet. In den Randbereichen hapert es allerdings, abblenden hilft zumindest etwas. In den Testbildern zeigt sich die Eckenschwäche deutlich in unscharf wirkenden Details, aber auch in Farbsäumen und der Randabschattung. Wer sein Foto komponiert, sollte sich mit den Irix-Objektiven also auf die Bildmitte konzentrieren.
Das Walimex pro startet bei Offenblende insgesamt etwas schwächer mit einem weichen Bildlook. Ab etwa f/4.0 legt das 35er dann aber deutlich zu und zeigt ein knackscharfes Ergebnis über den gesamten Bildbereich. Das 35er hingegen bietet schon ab f/4.0 ein durchgängig scharfes Bild in dem auch Bildfehler praktisch kaum eine Rolle spielen.