Elektroauto-Studie Pininfarina Nido
2004 zeigte die italienische Designschmiede Pininfarina die Studie Nido. Sechs Jahre später wird pünktlich zum 80. Firmengeburtstag eine Elektrovariante des zweisitzigen Kleinwagens vorgestellt
- Matthias Nauman
- Gernot Goppelt
Cambiano (Italien), 25. Mai 2010 – Ein schönes Beispiel dafür, wie sich Ideen dem Zeitgeist anpassen: 2004 zeigte die italienische Designschmiede Pininfarina die Studie Nido, bei der besonderes Augenmerk auf das Thema Sicherheit gelegt wurde. Sechs Jahre später wird nun pünktlich zum 80. Firmengeburtstag eine überarbeitete Variante des Kleinwagens vorgestellt, diesmal ist das Highlight der Elektroantrieb.
So groß wie ein Smart
Der Nido EV ist der erste Prototyp einer modularen Plattform, auf der neue Arten von Hybrid- und Elektroautos entwickelt werden sollen. Das Fahrzeug, das nur unwesentlich größer als ein Smart Fortwo sein soll, ist als zweisitziges Stadtauto konzipiert. Außen übernimmt der Elektroflitzer weitgehend das Grunddesign der Studie von 2004, zeigt sich aber etwas aufgefrischt und modernisiert. Der Innenraum offenbart, dass es sich noch um einen Prototypen handelt. Auf Ästhetik wurde nur wenig Wert gelegt.
Elektroauto-Studie Pininfarina Nido (12 Bilder)

Kleine Elektrostudie: der Pininfarina Nido EV
Zebra-Batterie
Im Nido EV kommt ein im Heck untergebrachter permanenterregter Elektromotor zum Einsatz, also eine Motorvariante, bei der Magnete am Rotor angebracht sind. Das ist eine kompakte, aber nicht ganz billige Lösung. Als Energiespeicher dient eine Zebra-Batterie (Zebra Z5 Ni-NaCl). Ein kompletter Ladevorgang dauert rund acht Stunden. Die Reichweite des kleinen Pininfarina beträgt 140 Kilometer, so der Hersteller. Das maximale Drehmoment des Elektromotors liegt bei 125 Nm, seine Leistung bei 30 kW. Innerhalb von 6,7 Sekunden beschleunigt der Nido EV aus dem Stand auf 60 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf Tempo 120 begrenzt.
In der Zebra-Batterie sollen keinerlei schädliche Stoffe enthalten sein. Sie sei außerdem zu 100 Prozent recycelbar und könne anschließend zur Herstellung von rostfreiem Stahl verwendet werden. Zebra-Batterien sind bei der Diskussion um Elektroautos etwas in den Hintergrund geraten, insofern überrascht die Lösung ein wenig.