Neuer Citroën C4 kommt Ende 2010

Der neue Citroën C4 kommt Ende 2010. Ersetzt auf eher konservative Eleganz, erweist sich aber als Vorreiter für Komfortelektronik in der Kompaktklasse – selbst Massagesitze sind im Programm

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Von
  • Gernot Goppelt
  • rhi
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Paris (Frankreich), 1. Juni 2010 – Der aktuelle Citroën C4 ist eigentlich kein Kompakter, der sich verstecken muss – originelles Außendesign, erwartungsgemäß die ein oder andere Schrulligkeit wie die Digitalinstrumente im Cockpit und eine Plattform, die noch auf Höhe der Zeit ist. Letztere wird laut Citroën auch für den Nachfolger beibehalten, sicherlich in überarbeiteter Form, das hat VW beim Schritt zum aktuellen Golf im Prinzip auch nicht anders gemacht. Ähnlich wie bei den jüngsten Neuerscheinungen der Franzosen haben sich aber die Schwerpunkte verschoben. Citroën will mehr durch echte und gefühlte Qualität überzeugen, dazu gibt es eine ungewöhnliche Vielfalt an Komfortelektronik.

Optisch lehnt sich der neue C4 eng an die Studie High Rider an, die auf dem Genfer Salon im Frühjahr 2010 gezeigt wurde. Das Design fällt konventioneller aus als beim bisherigen C4 – Eleganz scheint beim neuen C4 wichtiger als Originalität. Zwar sind Ähnlichkeiten zu C3 und zu C5 sichtbar, ein auffälliges Gesicht in der Menge wird der C4 aber nicht, vielleicht keine schlechte Idee in der Golf-Klasse, die gewissermaßen den vernunftbetonten Mittelstand repräsentiert.

Neuer Citroën C4 kommt Ende 2010 (11 Bilder)

In Form gebracht: Citroën rollt den neuen C4 an den Start.

Mit 4,33 Meter wächst der Wagen um fünf Zentimeter, ist damit nach wie vor recht kompakt, die Breite steigt um zwei Zentimeter auf 1,79 Meter, die Höhe um drei Zentimeter auf 1,49 Meter. Mit einer Kapazität von 408 Liter soll der Kofferraum des C4 eine Bestmarke im Segment setzen. Beim Cockpit kehrt Citroën von digitalen Anzeigen zurück zur analogen Technik. Auffällig ist das Bemühen um eine hochwertige Optik im Innenraum, eine deutlich Abkehr vom doch eher schlichten Gestaltungsansatz beim Vorgänger. Der optischen Solidität soll übrigens auch die tatsächliche entsprechen, Citroën verspricht zum Beispiel eine vorzügliche Geräuschdämmung auf dem Niveau des großen Bruders C5.

Zu den Motoren gibt es bislang nur wenige Informationen. Bei den Benzinern dürften die bekannten VTi-Turbomotoren zum Einsatz kommen. In Verbindung mit den Dieselmotoren kündigt Citroën neue "Mikro-Hybridversionen" namens e-HDi an, die "mit der neuesten Generation" des Start-Stopp-Systems ausgestattet sind. In Verbindung mit einem automatisierten Schaltgetriebe und Leichtlaufreifen soll der CO2-Ausstoß nur 109 Gramm pro Kilometer betragen, später folgen 99-Gramm-Versionen. Was genau am Start-Stopp-System neu ist, bleibt vorläufig so offen wie die Frage, warum weiter auf ein automatisiertes Schaltgetriebe statt eines Doppelkupplungsgetriebes gesetzt wird. Allzu viel Kopfzerbrechen lohnt an dieser Stelle aber nicht, die Informationen sind noch dünn und einige Pfeile bleiben sicherlich noch im Köcher.