VW Polo als Limousine mit Stufenheck

Den neuen VW Polo als Stufenheck-Limousine hat Volkswagen speziell für den russischen Markt konzipiert. Berücksichtigt wurden unter anderem die besonderen Klima- und Straßenbedingungen in der früheren UdSSR

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Von
  • Gregor Hebermehl

Moskau (Russland), 4. Juni 2010 – Den neuen VW Polo als Stufenheck-Limousine hat Volkswagen speziell für den russischen Markt konzipiert. Berücksichtigt wurden unter anderem die besonderen Klima- und Straßenbedingungen in der früheren Sowjetunion.

Der im russischen Kaluga produzierte Wagen wird mit einem Einstiegspreis von 10.000 Euro angeboten. Zum Vergleich: In Deutschland kostet das Einstiegsmodell Polo 1.2 Trendline mit drei Türen und 60 PS 12.275 Euro, der billigste Fox 1.2 schlägt mit 9650 Euro zu Buche. Allerdings muss der russische Kunde für Sicherheit extra zahlen: ABS gibt es erst ab der zweithöchsten Ausstattung Comfortline, ESP und Seitenairbags sind erst ab der teuersten Stufe Highline dabei. Der Kofferraum fällt bei der kleinen Limousine ganz manierlich aus: 480 Liter Gepäck passen hinein. Das Schrägheck-Modell bietet hier nur 280 Liter, ins Heck des Golf passen 350 Liter. Als Leergewicht gibt VW für die Limousine 1084 Kilogramm an.

VW Polo als Limousine mit Stufenheck (4 Bilder)

Jetta in klein: VW bietet in Russland den Polo als Stufenheck-Variante an.

Als Motor kommt in der Polo Limousine ein 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS und einem Drehmoment von 155 Nm zum Einsatz. Der Verbrauch soll bei 6,4 Litern pro 100 Kilometer liegen. In 10,5 Sekunden geht es von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 190 km/h erreicht. Zur Wahl stehen eine manuelle Fünfgang-Schaltung oder eine Sechsgang-Automatik. Der Motor ist extra für die auf dem russischen Markt angebotenen Kraftstoffe mit stark schwankenden Qualitäten ausgelegt. Auch die Radaufhängung des Polo Stufenheck ist robuster gehalten als die der Schrägheck-Variante, um auch auf schlechten Straßen zurechtzukommen. Außerdem verzinkt VW die Karosserie der neuen Polo Limousine, setzt widerstandsfähige Lackfarben ein und Chromteile, die aggressiven Mitteln standhalten. Vorerst wird der Wagen nur in Russland angeboten, ein Marktstart in Deutschland ist derzeit nicht geplant. (imp)