Neue Batterien für das Twike
Für das originelle Elektro-Dreirad Trike gibt es neue Li-Ion-Batterien, In der vollen Ausbaustufe mit fünf Modulen ermöglichen sie eine Reichweite von bis zu 230 Kilometern
- Gernot Goppelt
Rosenthal, 17. Juni 2010 – Eines der größten Probleme von Elektroautos ist der unbefriedigende Energieinhalt der Batterien – große Reichweite ist derzeit nur um den Preis eines sehr schweren Energiespeichers zu bekommen. Um dieses Dilemma einigermaßen aufzulösen, bleibt nur der Weg, das Fahrzeug selbst möglichst leicht und effizient zu machen.
Leichtbau spart Strom
Das im hessischen Rosenthal hergestellte Twike ist in dieser Hinsicht eine konsequente Lösung, sofern man bereit ist, sich von üblichen Erwartungen an ein Auto zu lösen. Es passen halt nur zwei Personen hinein, das Lenken ist gewöhnungsbedürftig und einen Crash mit größeren Verkehrsteilnehmern sollte man tunlichst vermeiden. Dafür bekommt man ein Fahrzeug, das nicht viel Energie benötigt, um bewegt zu werden und deswegen mit relativ günstigen und leichten Batterien schon ziemlich weit kommt. Sein Leergewicht liegt bei rund 250 kg, die Batterien wiegen je nach Ausführung maximal 95 kg.
Neue Batterien für das Twike (1 Bilder)

Was ein echter Twiker ist, der strampelt kräftig mit.
2007 führte der Hersteller Lithium-Ionen-Akkus ein, welche die Reichweite gegenüber NiCd bereits von gut 80 auf rund 200 Kilometer steigen ließen. Noch mehr lässt sich übrigens herausholen, wenn man mitstrampelt: Man kann beim Twike zusätzlich zum Elektroantrieb in die Pedale treten, so wird man gewissermaßen Teil eines Mensch-Maschine-Hybrids. Das klingt futuristisch, ist aber eigentlich genau das Gegenteil, weil das Fahrerlebnis viel direkter ist, als von üblichen Autos gewohnt. So kann man übrigens im Winter auch aus eigener Kraft für Körperwärme sorgen, anstatt Strom zum Heizen des Innenraums zu vergeuden.