Über den Berg: E-Auto-Rallye im Silvretta

25 Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge traten bei der ersten E-Auto-Rallye im österreichischen Teil des Silvretta-Gebirges gegeneinander an. Bei über 30 Grad Hitze mussten sie sich den Berg hochquälen

vorlesen Druckansicht 2 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • sle
Inhaltsverzeichnis

Partenen (Österreich), 14. Juli 2010 – Alt und neu waren bei der 13. Ausgabe der Silvretta Classic Rallye Montafon 2010 vereint: Im Rahmen der bekannten Oldtimer-Rallye im Silvretta-Gebirge fand dieses Jahr zum ersten Mal eine E-Auto-Rallye statt.

Insgesamt 25 Elektrofahrzeuge traten gegeneinander an. Darunter ist alles, was im Elektrobereich bekannt ist: Von schon erhältlichen Autos wie dem Tesla Roadster oder Think City über bald startende Elektromobile wie Mitsubishi i-MiEV oder Citroën C-Zero, bis hin zu Prototypen und Versuchsträgern wie Smart electric drive, Audi e-tron, dem Elektro-Golf, dem elektrisch angetriebenen Mercedes SLS und vielen mehr. Auch Brennstoffzellenautos wie der Toyota FCHV-adv und der Mercedes B-Klasse F-Cell traten an – das entspricht dem Reglement, das alle elektrisch angetriebenen Fahrzeuge zulässt, egal ob der Strom für den Antrieb aus der Steckdose oder aus einer Brennstoffzelle stammt.

Über den Berg: E-Auto-Rallye im Silvretta (18 Bilder)

Der Audi R8 e-tron schnitt bei der E-Auto-Rallye im Silvretta am besten ab.

Die E-Mobile mussten an drei Tagen auf der Gebirgsstrecke im Montafon 160 Kilometer mit einem Höhenunterschied bis zu 2500 Meter bewältigen. Dabei sind zehn Wertungsprüfungen zu absolvieren. Wie die Silvretta Classic ist auch die Elektroauto-Rallye als Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsprüfung konzipiert. So kommt es auf Hundertstelsekunden an: Je geringer die Abweichung von den Sollzeiten der Präzisionsprüfung, desto weniger Strafpunkte für das Team. So müssen die Fahrzeuge beispielsweise die Silvretta-Hochalpenstraße hinauffahren und auf der 15 Kilometer langen Bergstraße einen Höhenunterschied von 1000 Metern überwinden – und das bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad.

Für jede Tagesetappe werden Strafpunkte verteilt. Die höchste Punktzahl darf gestrichen werden. Dann wird addiert, und wer am Ende am wenigsten Punkte hat, gewinnt. Platz eins belegte der Audi e-tron mit 607 Gesamtpunkten. Auf die Plätze fuhren ein Mitsubishi i-MiEV mit 659 Punkten sowie der VW Golf blue-e-Motion mit 750 Punkten. (imp)