Nissan Micra: Kleines E-Auto kommt Ende 2025 nach Europa
Der Nissan Micra kehrt als batterieelektrischer Kleinwagen nach Europa zurĂĽck. Die Plattform teilt er sich mit dem Renault 5 E-Tech.
(Bild: Nissan)
Die Zusammenarbeit von Renault und Nissan währt schon viele Jahre, nun soll sie weiter vertieft werden. Ein Anzeichen dafür ist die Kooperation im Segment der Kleinwagen. Der Renault 5 E-Tech hat im Test eine überzeugende Vorstellung abgeliefert, und es ist zu erwarten, dass der neue Nissan Micra auf der gleichen Plattform nicht schlechter fahren wird.
Wie der Renault ist auch der Nissan ungewöhnlich gestaltet. Mit den Halbkreisen über und unter den Scheinwerfern hat er zumindest ein Gesicht in der Menge. Nissan beschreibt die Gestaltung mit den Worten kühn und verspielt, doch die Kreativität der Pressemeldungs-Autoren bleibt unerreicht. Eine ein Zentimeter breite Vertiefung auf Höhe der Gürtellinie erinnere an die Form, die ein Eisportionierer erzeugt, heißt es. These: Ohne diese Erwähnung wäre das vermutlich irgendwie untergegangen.
Nissan Micra 2025 auĂźen (9 Bilder)

Nissan
)Zwei Antriebe
Der Micra wird wie der R5 ausschließlich als Elektroauto angeboten. Zum Start Ende 2025 soll es zwei Antriebskonfigurationen geben. Das Basismodell bekommt eine Batterie mit 40 kWh, die sich mit bis zu 80 kW laden lässt. Die Reichweite im WLTP soll bei 310 km liegen. Mit 90 kW und 225 Nm ist bereits das Einstiegsmodell recht ordentlich motorisiert. Im Spitzenmodell kann der Fahrer auf 110 kW und 245 Nm zurückgreifen. Eine Batterie mit 52 kWh soll im WLTP bis zu 408 km ermöglichen. Beide Reichweitenangaben sind noch vorläufig, denn die finale Homologation steht noch aus. Beide Batterien lassen sich für externe Anwendungen anzapfen.
Mit einer Länge von 3,97 m ist der Micra ein paar Zentimeter kürzer als beispielsweise ein Peugeot e-208. Beim Radstand zieht er indes gleich: 2,54 m misst der Micra zwischen den Achsen. Der Kofferraum fasst 326 bis 1106 Liter – auch das spricht für eine vergleichsweise geschickte Nutzung der Verkehrsfläche.
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Kooperation mit Google
Für das Infotainmentsystem hat sich Renault-Nissan mit Google zusammengetan. Das System wurde NissanConnect getauft, basiert im Kern aber natürlich auf Android Automotive. Jeder Micra hat deshalb Google Maps integriert, auch der Routenplaner arbeitet mit diesen Kartendaten. Keineswegs selbstverständlich in dieser Klasse sind eine Wärmepumpe und eine Vorkonditionierung der Batteriezellen, die der kleine Nissan in beiden Versionen mitbringt. Gespannt darf man sein, ob es auch vom Nissan Micra ein Einstiegsmodell ohne die Option auf eine DC-Lademöglichkeit geben wird. Renault hat das für den 5 E-Tech angekündigt, bislang allerdings nicht in die Preisliste aufgenommen.
Nissan Micra 2025 Innenraum (8 Bilder)

Nissan
)Noch keine Preise
Gegen Zuzahlung wird es im Micra ein Assistenz-Paket geben, in dem unter anderem der Abstandstempomat enthalten ist. Weiter vor wagt sich auch Nissan in dieser Klasse bei der Assistenz nicht vor, was angesichts des Entwicklungsaufwands kaum verwundert. In diesem Segment lassen sich die Kosten für solche Systeme absehbar kaum wieder einspielen. Gut ein halbes Jahr vor dem Marktstart lässt sich Nissan bei den Preisen noch nicht in die Karten schauen. Wir rechnen damit, dass sie denen des R5 E-Tech stark ähneln werden. Der ist aktuell ab 27.900 Euro zu haben.
(mfz)