Ford Explorer: Fünfte Generation kommt ohne V8 aus
Beim großen Ford-SUV heißt die Devise Downsizing: Erstmals erhält das Auto einen Vierzylinder-Turbo. Außerdem bekommt der Explorer ein Terrain Management System ähnlich wie beim Range Rover
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Dearborn (Michigan, USA), 29. Juli 2010 – 1991 betrat der Ford Explorer erstmals den US-Markt und löste damit das Modell Bronco ab. Vier Generationen Explorer hatten wesentlichen Anteil daran, dass Sport Utility Vehicles, also SUVs, zunächst in Nordamerika und später auch in Europa vom Nischen- zum Trendprodukt avancierten. Von 1993 bis 2001 wurde der damalige Explorer übrigens auch in Deutschland angeboten. Nun steht die fünfte Generation in den Startlöchern, und Ford hat sich Mühe gegeben, dem SUV manierlichere Trinksitten anzugewöhnen.
Abschied vom V8-Motor
Die angejahrte Optik des noch aktuellen, 2006 eingeführten Modells ist einem modern wirkenden Design gewichen, das sich an der Studie Explorer America aus dem Jahr 2008 orientiert. Die Länge stieg von 4,90 auf 5,01 Meter. Während bisher ein V6 und ein V8 angeboten wurden, stehen nun ein neuer V6 und ein Vierzylinder-Turbo zur Wahl. Letzterer besitzt eine Benzin-Direkteinspritzung und die Nockenwellenverstellung Ti-VCT (Twin independent variable camshaft timing). Der Motor entwickelt etwa 240 PS bei 5500 U/min und 339 Nm zwischen 1700 und 4000 Touren. Auch der neue V6 ist sparsamer als der alte, laut Ford sogar um 20 Prozent. Dazu tragen ein geringerer Hubraum – 3,5 statt 4,0 Liter – sowie Ti-VCT bei. Das Aggregat entwickelt etwa 294 PS und 346 Nm. Beide Motoren werden mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert. Hier wurden die kleinen Gänge kürzer übersetzt, um das Beschleunigen aus dem Stand zu verbessern.
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Die fünfte Generation des Ford Explorer kommt im Winter in den Handel.
Leichtbau und RoWi-Reifen
Zur Verbrauchssenkung setzt Ford auf Leichtbau: Obwohl etliche neue Komponenten integriert wurden, sank die Masse um rund 45 kg – unter anderem durch Einsatz einer Aluminium-Motorhaube. Effizienzgewinne verheißen auch eine verbesserte Aerodynamik und rollwiderstandsarme Reifen. Auch der neue Klimakompressor sowie die elektromechanische Servolenkung helfen beim Spritsparen. Letztere bildet zugleich die technische Basis für den optional erhältlichen Einparkassistenten, bei dem das Auto das Lenken selbst übernimmt.