Opel verschiebt Antriebswende: Verbrenner werden länger angeboten als geplant
Ab 2028 sollte kein Neuwagen von Opel mehr einen Verbrennungsmotor haben. Jetzt verschiebt der Hersteller dieses Ziel auf unbestimmte Zeit.
Mit Elektroautos wie dem Corsa-e konnte Opel anfangs auf dem Markt reĂĽssieren. Doch die Konkurrenz hat aufgeholt.
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- dpa
Es war eine ambitionierte Ansage: Nach 2027 sollte kein Opel-Neuwagen mehr einen Benziner oder Diesel eingebaut haben. Diese Jahreszahl hatte Opel-Chef Florian Huettl 2023 genannt. Doch das Ende des Verbrenners wird nun auch bei Opel aufgeschoben. Das Unternehmen begrĂĽndet den Strategiewechsel mit der Nachfrage der Kunden. Wenn diese es verlangten, werde man auch weiterhin auf die bisherige "Multi Energy"-Strategie setzen. Damit ist gemeint, dass jedes Modell mit verschiedenen Antrieben wie Batterie, Plug-in-Hybrid, Mild-Hybrid oder Verbrenner angeboten wird. "Dies muss nicht auf 2028 begrenzt sein, wenn die Nachfrageseite anderes verlangt", heiĂźt es in einer Reaktion auf mehrere Medienberichte.
Konzentration auf E-Mobilität
Der Vielmarken-Verbund Stellantis hatte zuletzt Milliardenverluste hinnehmen müssen und unter anderem die Pläne für ein großes Batteriezellenwerk am Opel-Standort Kaiserslautern auf Eis gelegt. Auch von der Idee, Wasserstoff als Fahrenergieträger nutzen zu wollen, hat Opel Abstand genommen. Die Entwicklung von Brennstoffzellen werde eingestellt, verkündete der Konzern im Juli. Die Elektroantriebe will Opel aber weiterhin voranbringen. Positive Marktsignale und politische Maßnahmen gebe es beispielsweise in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Opel sei bereit für die elektrifizierte Mobilität und als erster deutscher Hersteller mit einem komplett elektrifizierten Modellportfolio auf dem Markt.
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