Abofalle Auto: Folgekosten durch digitale Services – mehr Transparenz gefordert

Vernetzte Services sorgen für mehr Komfort und Sicherheit beim Neuwagen. Doch nach ein paar Jahren wird es oft unübersichtlich. So auch beim Mégane E-Tech.

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(Bild: Martina Bruns / KI / heise medien)

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Expiré. Das ist Französisch und dieses Wörtchen in der App meines 22er Mégane E-Tech verhieß nichts Gutes. Im Vertragsbereich der App waren sechs digitale Services gelistet. Einer von ihnen mit dem Namen „Infotainment Paket“ war anscheinend nach drei Jahren nun abgelaufen. Hinter der Statusmeldung lag zunächst ein Link ins Nirwana. Inzwischen führt er zu einem Kennenlernangebot des Mobilfunkanbieters Orange, über das ich die interne SIM des Fahrzeugs für die Nutzung von bis zu 5 GByte privater Daten für unfassbar unattraktive 10 Euro monatlich freischalten konnte.

Connected Services und Car Infotainment

Die Beschreibung in der Renault-App zum Sinn und Zweck dieses Infotainment-Pakets erscheint zunächst eindeutig: „Mit diesem Paket können Sie Google Play Apps in Ihrem Fahrzeug nutzen.“ Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit, denn die Apps aus dem Play Store des auf Android Automotive aufsetzenden Infotainmentsystems lassen sich auch ohne das Paket herunterladen. Dafür muss man das System nur über einen WLAN-Hotspot oder Bluetooth-Tethering ins Netz bringen. Genau das tat ich, nachdem ich den Orange-Deal im Neuwagen zunächst aktiviert und wegen hoher Kosten und geringen Mehrwertes dann wieder verworfen hatte.

Also alles in Ordnung? Von wegen. Taucht man in die Welt der digitalen Services ab, wird klar, dass man nicht nur bei der App-Nutzung die Katze im Sack gekauft hat. Eigentlich gefällt mir das Fahrzeug so gut, dass ich es nach der Leasingdauer von vier Jahren übernehmen will. Doch bis auf den rechtlich verbindlichen eCall laufen alle verbleibenden Connected Services im Juni 2027 aus. Erworben wurde das Fahrzeug im Oktober 2022, die fünfjährige Gratis-Laufzeit gilt also direkt ab Produktionsdatum, nicht ab Fahrzeugkauf.

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