Peugeot EX1: Elektrorenner auf Rekordkurs

Dank zweier Elektromotoren mit zusammen 250 kW (340 PS) kann Peugeots EX1 mit mehr als der Erdbeschleunigung spurten. Der offene Zweisitzer konnte bereits mehrere Sprintrekorde in seiner Klasse brechen

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  • Sven-Olaf Suhl
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Saarbrücken, 22. September 2010 – Der Peugeot EX1 ist als Elektroauto eine Klasse für sich: Der offene Zweisitzer konnte bereits mehrere Sprintrekorde brechen. Dabei halfen eine ausgefeilte Aerodynamik, Leichtbau und je ein starker Elektromotor an jeder Achse.

Die Monocoque-Karosserie besteht aus einem Karbon-Verbundwerkstoff mit Wabenstruktur. Das Auto ist gerade 90 Zentimeter hoch, aber 1,77 Meter breit – was den Wagen einerseits windschlüpfig macht und andererseits seine Straßenlage verbessert. Eingestiegen wird über zwei hinten angeschlagene Türen. Im Cockpit dominieren Metall und Leder. Instrumente gibt es für beide Insassen. Gelenkt wird das Auto mit zwei Steuerhebeln, die an Flugzeuge oder Videospiele erinnern. Anstelle einer Frontscheibe hat der Wagen lediglich einen kleinen Windabweiser.

Peugeot EX1: Elektrorenner auf Rekordkurs (18 Bilder)

Rennwagen mit Peugeot-typischem Löwenmaul: der EX1

Im EX1 bezieht findet sich eine Lithium-Ionen-Batterie, die den Strom für zwei Elektromotoren liefert. Sie sind je für eine Achse zuständig und und bieten jeweils eine Spitzenleistung von 125 kW (170 PS). Das maximale Drehmoment wird mit 240 Newtonmeter angegeben. Peugeot zufolge kann der Wagen mit mehr als 1 g, also mit mehr als der Erdbeschleunigung, spurten. Angaben zur Batteriekapazität oder der maximalen Reichweite mit einer Ladung machen die Franzosen allerdings nicht.

So hat das Concept-Car EX1 mehrere internationale Rekorde für Landfahrzeuge mit Elektroantrieb in der FIA-Kategorie A, Gruppe 8, Klasse 2, 500 kg bis 1000 kg aufgestellt: Den Sprint aus dem Stand über eine Achtelmeile schaffte der Bolide in 8,89 Sekunden, die Viertelmeile war nach 14,40 Sekunden bewältigt, die halbe Meile nach 23,85 Sekunden, eine Meile nach 41,09 Sekunden.